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Airbus: Sell on good news?

Einen Kurssprung von 10,25 Prozent bei einer eher großen Aktie sieht man nicht alle Tage. Das deutet an, dass da mit einem Schlag eine Neubewertung durch die Investoren vorgenommen wurde, die gemeinhin auf Bilanzdaten und/oder überraschend positiven Perspektiven fußt. Und in der Tat konnte das Luft- und Raumfahrtunternehmen gestern mit seinen am Morgen vorgelegten Ergebnissen zum Geschäftsjahr 2017 punkten. Denn während der Umsatz mit 67 Milliarden Euro nur in etwa auf dem Niveau des Vorjahres und zudem im Rahmen der Prognosen lag, lag das um Sondereffekte bereinigte EBIT (Gewinn vor Steuern und Zinsen) mit 4,3 Milliarden Euro deutlich über dem Vorjahr (3,96 Milliarden) und den Prognosen (4,0 Milliarden). Das hatte vor allem deswegen eine große Wirkung, weil nicht wenige wohl fürchteten, dass die Probleme des Konzerns, z.B. mit dem Transporter A400 M, dazu führen könnten, dass die Prognosen verfehlt werden. Das Gegenteil war der Fall, hinzu kam, dass Airbus für das angelaufene Jahr 2018 ein Plus von 20 Prozent beim bereinigten EBIT erwartet. Starke Zahlen, starke Aussichten. Ein Sprung von gut zehn Prozent in der Aktie erscheint dennoch recht viel, immerhin hatte die Aktie gegenüber dem Stand vor einem Jahr in der Spitze schon um die 50 Prozent zugelegt. Sollte man diesen Kurssprung daher nicht doch als „Geschenk“ annehmen und ein paar Gewinne mitnehmen?

Expertenmeinung: Das ist in diesem Fall nicht einfach zu entscheiden, denn hier gibt es mehrere Argumente Für und Wider Gewinnmitnahmen. Zwei Aspekte, die zur Vorsicht raten sind, dass die Aktie dadurch an, aber noch nicht über das bisherige Rekordhoch von 94 Euro, das Ende Januar erreicht wurde, gelaufen ist und dieser Kurssprung unmittelbar vor dem heute anstehenden Abrechnungstermin am Optionsmarkt liegt. Er kann also leicht durch massive Eindeckungen von Tradern intensiviert worden sein, die sonst heute mit ihren Options-Positionen auf dem falschen Fuß erwischt würden. Gegen einen Teilverkauf spricht, dass dieser Kurssprung aus charttechnischer Sicht tadellos ablief: Der Kurs eröffnete bereits über der Seitwärtsrange von November und Dezember, zuvor wurde die 200-Tage-Linie verteidigt und die Markttechnik, hier der Stochastik-Oszillator, hat auf ermäßigtem Niveau neue Kaufsignale generiert. Das spräche dafür, dass die Airbus-Aktie die bisherigen Hochs bezwingen könnte. Die für den Moment beste Lösung scheint folgendes Vorgehen zu sein: Falls Airbus über 94 Euro und damit auf neuem Hoch schließt, ließe sich ein kleiner Zukauf erwägen, denn dann wäre die 100 Euro-Marke wohl attraktiv genug, um angesteuert zu werden. Sollte der Kurs aber unter das gestrige Eröffnungsniveau rutschen und mit Schlusskursen unter 88,50 Euro wieder in den alten Seitwärtstrend und unter die 20-Tage-Linie zurückfallen, wäre in jedem Fall zu erwägen, die Long-Position zu reduzieren.

Chart vom 15.02.2018, Kurs 92,80 Euro, Kürzel AIR

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