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Aurubis: Zu weit aus dem Fenster gelehnt

Der im MDAX gelistete Kupferproduzent Aurubis legte am Dienstagmorgen die Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal des zum Kalenderjahr verschobenen Geschäftsjahres 2017/2018 vor – und alleine das Minus von acht Prozent macht deutlich, was die Marktteilnehmer davon hielten. Der Umsatz und der operative Gewinn vor Steuern und Zinsen legten zwar gegenüber dem Vorjahresquartal zu, bleiben aber zugleich beide unter den Analystenprognosen. Und die Aussage, dass man sich derzeit einer guten Lage an den Rohstoffmärkten gegenübersehe, warf natürlich die Frage auf: Wenn man in einem derart positiven Umfeld keine positiven Überraschungen zuwege bringt – was passiert, wenn sich dieses positive Umfeld eintrübt? Die Marktteilnehmer stimmten mit den Füßen ab und stiegen aus. Und das könnte der Grundstein sein, um aus Aurubis eine Trading-Chance auf der Short-Seite zu machen, denn damit sind jetzt mittelfristig entscheidende Unterstützungen in Reichweite gelangt.

Expertenmeinung: Grundsätzlich könnte sich die Aktie auch fangen und mit einem Rebreak über die um 82,50 Euro verlaufende 20-Tage-Linie wieder ein bullisches Signal aussenden. Aber diese eher grau in grau wirkende Quartalsbilanz unterstreicht einen Aspekt, der seitens der Marktteilnehmer unter den Tisch fiel, solange die Aktie dynamisch aufwärts lief. Jetzt aber stehen der mittelfristige, aus dem Februar letzten Jahres stammende Aufwärtstrend ebenso zur Disposition wie die 200-Tage-Linie. Und mit dem daraus resultierenden, ungewohnten Blick nach unten sieht man meist auch auf die Prognosen: Was wird da erwartet – lohnt es, zuzukaufen, wenn die Trendlinie erreicht wird? Im Fall der Aurubis-Aktie dürften das nicht wenige eher bleiben lassen, denn für 2018 wird seitens der Analysten ein in etwa unveränderter Gewinn gegenüber 2017 erwartet, für 2019 sehen die Experten auf Basis dessen, was man derzeit absehen kann, einen Gewinnanstieg unter fünf Prozent. So betrachtet könnte es eng werden, diese beiden vorgenannten Linien bei 70,53 Euro (Aufwärtstrendlinie) und 72,61 Euro (200-Tage-Linie) zu verteidigen, zumal letztere gestern bereits im Tagestief angelaufen wurde. Für Short-Trades wäre es indes besser abzuwarten, bis Aurubis auch die Unterstützungszone zwischen 65,70 und 67,50 Euro unterboten hätte. Dort liegen mehrere Umkehrpunkte aus der zweiten Jahreshälfte 2017. Erst, wenn auch diese Unterstützungen gefallen sind, wäre der Weg für die Bären erst einmal frei.

Chart vom 13.02.2018, Kurs 73,88 Euro, Kürzel NDA1

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