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Deutsche Lufthansa: Steuert die Aktie auf eine Einstiegschance zu?

Das Jahr 2017 war das Jahr der Lufthansa-Aktie: Sie war der unangefochtene Outperformer des DAX. Dementsprechend kamen Fonds nicht um die Aktie der Kranich-Airline herum: Man musste sie haben. Und nach Möglichkeit übergewichten, egal, ob man da als Entscheider eigentlich der Meinung war, dass der Kurs längst nach oben überzogen hatte oder nicht. Doch kaum war das Jahr zu Ende, die Bücher geschlossen und für das neue Jahr erneut geöffnet, war mit der Aktie kein Staat mehr zu machen. Die auf die Performance-Optimierung zum Jahresultimo ausgerichteten Übergewichtungen wurden abgebaut. Während der DAX Ende Januar noch neue Rekordhochs markierte, verharrte die Lufthansa-Aktie auf ihrem Weg nach unten. Aber wo wäre da ein potenzieller Level, auf dem die Aktie wieder für einen Long-Trade interessant wäre?

Expertenmeinung: Aus rein charttechnischer Sicht ist das klar zu umreißen. Bei 24,30 Euro verläuft derzeit die aus dem Januar 2017 stammende Aufwärtstrendlinie, die monatelang Leitstrahl dieser 2017er-Hausse war, bevor sich die Trenddynamik intensivierte und die 20-Tage-Linie die Funktion als Richtschnur der Bullen übernahm. Und nur wenig tiefer, bei 23,60 Euro, findet sich als zweites „Sprungtuch“ die 200-Tage-Linie. Das kann durchaus eine Basis für einen neuen Aufwärtsimpuls werden, zumal das Abtauchen des Relative Stärke-Indikators RSI in die überverkaufte Zone zuletzt mehrfach eine Indikation für eine bald wieder nach oben drehende Lufthansa-Aktie war. Was aber skeptisch macht, sind die am Freitag veröffentlichten Zahlen zur Sitz- und Frachtauslastung. Während die Frachtraten noch um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zulegten, ging die Sitzauslastung um 0,4 Prozent zurück. Und dass die Airline betonte, dass das Preisumfeld im Januar „währungsbereinigt“ positiv gewesen sei, ist ein Indiz dafür, dass der bis Januar steil gestiegene, sprich teurer gewordene Euro ein Problem ist. Da dürften viele erst einmal die konkreten Quartalszahlen zum vierten Quartal 2017 nebst dem 2018er-Ausblick abwarten wollen. Doch sofern da keine vorläufigen Ergebnisse kommen, müsste man sich dafür bis Mitte März gedulden. Gut möglich also, dass die Aktie diese Auffangzone 23,60/24,30 Euro testet, aber es wäre nicht ausgeschlossen, dass sie dann auch bricht. Bevor sich in dieser Zone keine taugliche Bodenbildung etabliert, sitzen die Bären hier noch am längeren Hebel.

Chart vom 12.02.2018, Kurs 26,38 Euro, Kürzel LHA

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