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Deutsche Bank – Kippt die Aktie vollkommen weg?

Die Deutsche Bank AG ist die mit Abstand größte Privat- und Firmenkundenbank in Deutschland und einer der weltweit führenden Finanzdienstleister. Mit 100.000 Mitarbeitern ist das Institut an 2.400 Standorten in über 50 Ländern vertreten.
Das operative Geschäft umfasst die Bereiche Corporate Banking & Securities, Private & Business Clients, Global Transaction Banking, Asset Management, sowie Private Wealth Management.

Darüber hinaus ist die Deutsche Bank an zahlreichen Unternehmen direkt beteiligt, mit über 90% ist der Konzern beispielsweise auch Hauptaktionär der Postbank. Ende 2016 betrug der Wert aller Engagements 78,6 Mrd. Euro und lag somit weit über dem Börsenwert der Deutschen Bank selbst. Dem stehen allerdings noch höhere Schulden gegenüber.

10 Jahre Stagnation

Die Bank kämpft nach wie vor mit den Nachwehen der Finanzkrise, die Probleme scheinen noch nicht verdaut zu sein. Der Umsatz stagniert seit zehn Jahren weitgehend im Bereich von 30 Mrd. Euro und der Gewinn ist tendenziell rückläufig.
Das alles wäre schon schlimm genug, doch in der Zwischenzeit hat man mehrere Kapitalerhöhungen durchgeführt. Die Zahl der Aktien hat sich in den zurückliegenden zehn Jahren nahezu verdreifacht, alleine seit 2010 noch einmal verdoppelt. Ein schrumpfender Kuchen wird in immer kleine Stücke geschnitten.

Seit Anfang des Jahres steht die Aktie gehörig unter Druck. Am 5. Januar teilte die Deutsche Bank mit, dass die US-Steuerreform das Ergebnis im vierten Quartal belasten wird. Die schlechten Nachrichten reißen nicht ab. Für das Gesamtjahr ist unter dem Strich ein Nettoverlust von 0,5 Mrd. Euro angelaufen, für 2018 verspricht die Großbank jedoch wieder vollmundig Gewinne. Ich bin skeptisch.

Ist eine Liquidierung vielleicht die beste Option?

Was ist eine Bank Wert, die über Jahre hinweg keinen Gewinn erwirtschaftet und was kann man tun? Für die Aktionäre und volkswirtschaftlich wäre es vermutlich am sinnvollsten die Bank aufzuspalten und Teile zu liquidieren. Das Problem „Too Big to Fail“ wäre dann zumindest vom Tisch. Bei einem Buchwert von aktuell 46,77 Euro je Aktie könnten Anleger unter Umständen gut abschneiden. Zumindest derzeit noch, denn auch dieser Wert fällt seit Jahren. Der Vorstand wird diese Option aber wohl kaum in Erwägung ziehen, woher sollen denn zukünftig die Boni kommen?

Charttechnisch sieht die Lage nicht weniger problematisch aus, die Abwärtstrends dominieren das Bild und der stützende Aufwärtstrend wurde in den letzten Tagen durchbrochen. Erst eine Rückkehr über 14,00 EUR würde die Lage entschärfen. Solange den Bullen dieses Kunststück nicht gelingt, muss mit weiter fallenden Notierungen in Richtung 11,20 EUR gerechnet werden. Was passiert, wenn auch dieser Bereich nicht gehalten werden kann, möchte man sich kaum ausmalen, denn die Aktie notiert bereits jetzt unter den Tiefstständen aus der Finanzkrise.

 

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