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Microsoft: Die Bären wittern ihre Chance

Dass man Trader, die auf der Gegenseite der Euphorie und der blinden Zuversicht darauf warten, dass aus Leichtsinn ein Kursrutsch wird, als „Bären“ bezeichnet, ist gar nicht mal so verkehrt. Denn den Bären sagt man, wie vielen Raubtieren, nach, dass sie Angst wittern können und dann wissen: Hier wartet womöglich leichte Beute. Bei Microsoft dürfte genau das jetzt der Fall sein. Bis Ende Januar waren immens viele Anleger an der Wall Street fest davon überzeugt, dass die Börse eine Einbahnstraße und Vorsicht nur etwas für Hasenfüße ist. Seither sind nur wenige Handelstage vergangen, aber jetzt geht an der US-Börse die Angst um. Und davon bleiben auch Publikumslieblinge wie Microsoft nicht verschont. Zumal die vor einer Woche präsentierte Bilanz des vierten Quartals keine positiven Überraschungen barg, weil die Erwartungen der Anleger einfach zu hoch waren. Die Aktie reagierte zwar nicht mit einem Kursrutsch, wie das bei Apple oder Alphabet der Fall war, fiel aber leicht, statt, wie von den meisten zweifellos erwartet, nach oben durchzustarten. Doch das war nur der Beginn des Problems, das die Bullen jetzt haben:

Expertenmeinung: Aufgrund der Tatsache, dass die Quartalsbilanz nur „okay“ war, gab es keinen Grund, Microsoft auszunehmen, als der Dow Jones am Freitag und Montag wie ein defekter Fahrstuhl nach unten sauste. Der darauf folgende, immens schwache Handelsstart am Dienstag brachte die Aktie bereits mit einem Tagestief von 85,25 US-Dollar gefährlich nahe an den Punkt, den Microsoft auf keinen Fall durchbrechen sollte, konkret an die obere Begrenzung des noch aus dem November 2016 stammenden Aufwärtstrendkanals, der Ende Oktober 2017 nach oben verlassen wurde. Diese Linie liegt im Moment bei 84,30 US-Dollar. Dass der Kurs am Dienstag einen beeindruckenden Turnaround nach oben vollzog, wäre eigentlich die perfekte Basis gewesen, um die Gefahr eines größeren Abstiegs aus der Welt zu schaffen. Aber am Mittwoch blieben Anschlusskäufe aus, Microsoft schloss im Gegenteil sogar knapp zwei Prozent im Minus. Das ist ein Szenario, das Bären anlockt: Trotz des Turnaround haben die Bullen keinen neuen Mut gefasst. Das könnte schnell dazu führen, dass das Tief des Dienstags noch einmal getestet wird. Und sollte Microsoft dann in diesen Trendkanal zurückfallen, wäre der Weg Richtung 77/78 US-Dollar, an die untere Begrenzung des Trendkanals und die 200-Tage-Linie, frei.

Chart vom 07.02.2018, Kurs 89,61 US-Dollar, Kürzel MSFT

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