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Euro Stoxx 50: Trendwende aufgehoben – oder aufgeschoben?

Die Schwankungen und die Kursabschläge an der Wall Street mögen massiver sein, aber dort können die Anleger sich noch auf größeren Gewinnen ausruhen, als das bei den kaum weniger gebeutelten Indizes der Eurozone der Fall ist. Der europäische Leitindex zeigt: Am Tagestief notierte der Euro Stoxx 50 auf einem Niveau, das der Index auch schon vor elf Monaten erreicht hatte. Am Freitag hatte die Abwärtsbewegung „nur“ das bisherige Plus des neuen Jahres eliminiert. Aber mit dem erneuten Minus von 2,41 Prozent am Dienstag wurde nicht nur ein Doppeltopp vollendet, das sich seit dem vergangenen Herbst ausgebildet hatte. Der Euro Stoxx 50 läuft auch Gefahr, ein noch weit größeres, übergeordnetes Doppeltopp zu vollenden. Die obere Begrenzung der dafür entscheidenden Unterstützungszone stellt das Tief von Ende August bei 3.364 Punkten dar, insgesamt reicht diese Zone bei 3.334 Punkte nach unten. Genau an diesem August-Tief gelang es, den zunächst haltlos abwärts taumelnden Index am Dienstag erst einmal abzufangen, aber angesichts eines Schlusskurses unterhalb des Eröffnungskurses kann von einem Turnaround und damit von einer Entwarnung noch keine Rede sein.

Expertenmeinung: Sollte der Euro Stoxx 50 diese Supportzone 3.334/3.364 Punkte durchbrechen, wäre es nicht mehr weit, dann wäre auch das gesamte Plus des Jahres 2017 dahin, denn der Schlusskurs des 30. Dezember 2016 lag bei 3.290 Zählern. Aus fundamentaler Sicht wäre ein solcher Abstieg in die Kursregion des Jahres 2016 zwar angesichts der weiterhin im Vergleich zu den USA extrem niedrigen Zinsen und des bislang ungebrochenen Wirtschaftswachstums eine Übertreibung nach unten. Aber sollte es den in Hinsicht auf Zinsniveau und Wachstum anfälligeren US-Amerikanern gelingen, den Euro weiterhin auf einem für die Eurozone-Exporteure belastenden Niveau zu halten, würde das die Perspektive für die kommenden Monate ausreichend drücken, um den Bären ein Argument in die Hand zu geben, um hier aktiv am Abstieg des Index mitzuwirken. Sollte der Euro Stoxx 50 diese Schlüsselzone mit Schlusskursen unter 3.320 Punkten glaubwürdig deutlich brechen, würde das bislang kurzfristig bärische Bild in die mittelfristige Ebene überführt und ein Aufstocken von Short-Trades wäre für risikofreudige Trader eine Überlegung wert.

Chart vom 06.02.2018, Kurs 3.394,92 Punkte, Kürzel SX5E

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