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Deutsche Post: Fels in der Brandung?

Mit -0,1 Prozent schnitt die Deutsche Post-Aktie am Dienstag von allen 30 DAX-Titeln eindeutig am besten ab. Das suggeriert Stabilität und darüber hinaus, dass womöglich einige Marktteilnehmer angesichts der extremen Schwankungen nach defensiven Aktien gesucht und dabei die deutsche Post gefunden haben, nach dem Motto: Pakete werden immer verschickt. Aber ist das tatsächlich so? War die Aktie gestern aktiv gesucht – oder steckte etwas anderes hinter diesem Eindruck, dass die Deutsche Post im DAX den Fels in der Brandung stellt? Sieht man sich nicht einfach nur die prozentuale Veränderung, sondern auch den Chart an, lautet die Antwort: Ja, dahinter steckte auch reichlich „offensive Defensive“, sprich: Hier wurde auf diesem Weg – erst einmal? – vermieden, dass die Aktie mittelfristig relevante Short-Signale generiert. Sehen wir uns den Chart an:

Expertenmeinung: Die extreme Nervosität, die am Dienstagmorgen aufkam, als die Investoren sahen, dass dem fast 1.200 Punkte ausmachenden Kurseinbruch des Dow Jones zum Wochenstart in der Nacht ein weiterer, immenser Abverkauf der US-Futures im asiatischen Handel gefolgt war, führte zu panischen Reaktionen insofern, als Anleger Aktien wie die Deutsche Post unlimitiert zu verkaufen versuchten, während die Käuferseite in diesem Moment verständlicherweise verwaist war. Dadurch startete die Aktie den Handel unterhalb zweier Unterstützungslinien, die beide mittelfristige Relevanz besitzen: der 200-Tage-Linie und der aus dem Herbst 2016 stammenden Aufwärtstrendlinie. Diese Linien galt es zu verteidigen und diese Linien wurden auch verteidigt. Aber ein solches „Ankratzen“ wichtiger Unterstützungen macht die Bären aufmerksam. Sollte die Aktie erneut abrutschen, wäre ein Schlusskurs, der mit 35 Euro oder tiefer das gestrige Tagestief von 35,11 Euro durchbrechen würde, ein markantes Short-Signal. Und wie oft macht eine erfolgreich vorgetragene Defensivaktion eine Aktie nicht automatisch bullisch. Denn Sie sehen, dass die Deutsche Post im Vorfeld ein „Rounding Top“ vollendet hatte. Erst, wenn dessen Nackenlinie ebenso wie die knapp darüber, bei 39,28 Euro, verlaufende 20-Tage-Linie zurückerobert wäre, würde hier wieder ein bullisches Signal gelten. Noch ist die Chance für das Bären-Lager also nicht vom Tisch.

Chart vom 06.02.2018, Kurs 37,11 Euro, Kürzel DPW

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