Börsenblick

Zurück Juni Weiter
Zurück 2018 Weiter

SLM Solutions: Wer nicht hören will …

Es ist schon eine seltsame Geschichte. Wir hatten uns die Aktie des 3D-Metalldrucker-Herstellers SLM Solutions Ende November angesehen und damals darauf hingewiesen, dass das Unternehmen am 24. November, kurz nach einer Quartalsbilanz, die keine Wolke zu trüben schien, überraschend seine Margen- und Umsatzprognose gekappt hatte. Statt der geplanten 110 bis 120 Millionen Euro würden es wohl nur 90 Millionen, hieß es, zudem senkte SLM Solutions seine Prognose für die EBITDA-Marge von 10 bis 13 Prozent auf „einstellig“. Unstrittig unerfreuliche Nachrichten. Doch die Aktie konnte sich relativ gut halten – und stieg dann am nächsten Handelstag sogar deutlich über das vorherige Hoch hinaus, weil die Deutsche Bank auf einmal unmittelbar nach diesen „bad news“ ihr Kursziel für die Aktie massiv von 40 auf 55 Euro anhob. Ein höheres Kursziel hatte sonst kein Analyst zu bieten. Die Anleger mochte es vielleicht wundern, aber ganz sicher wirkte das wie eine Beruhigungspille. Die Aktie reagierte dadurch auf diese Umsatzwarnung schlicht gar nicht. Aber wer solche Warnungen nicht hören will, muss eben fühlen. Am Donnerstag verkündete SLM Solutions das vorläufige Ergebnis für den Umsatz im Jahr 2017. Die Quittung: ein Minus von 11,23 Prozent.

Expertenmeinung: Denn es wurde noch weniger als im November avisiert. 80 bis 85 Millionen Umsatz sollen es nun noch gewesen sein. Und zugleich wurde mitgeteilt, dass das Unternehmen für 2018 mit einem Umsatz um 125 Millionen rechnet. Da lag die durchschnittliche Schätzung der Analysten bisher bei 150 Millionen. Ein Tiefschlag, der angesichts der Warnung zwar nicht unerwartet kam, welche aber durch diese umgehende, massive Heraufsetzung des Kursziels seitens der Deutschen Bank einen Handelstag nach der Umsatzwarnung aber von den Bullen nur zu gerne ignoriert wurde. Jetzt wird es auf einmal ernst, es geht um mittelfristig entscheidende Unterstützungen. Und die werden nicht allzu leicht zu halten sein, nach dieser derart ernüchternden Perspektive. Sie sehen im Chart, dass die Aktie in die Unterstützungszone 39,45/40,35 Euro eingetreten ist. Knapp darunter verlaufen bei 38,48 Euro die 200-Tage-Linnie und bei 37,50 Euro die mittelfristige Aufwärtstrendlinie. Wenn diese Unterstützungen brechen, wäre der Weg aus charttechnischer Sicht nach unten frei und könnte sogar bis an das Tief vom August bei 29,31 Euro führen.

AM3D_2018_02_02

Auch interessant:

Was sagt der Vorstand über den IPO von Home24? Interview mit Marc Appelhoff | LYNX fragt nach
DAX mit positiven Signalen | LYNX Marktkommentar
Stellt die EZB die Anleihekäufe ein? - Interview mit Robert Halver | LYNX fragt nach
Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN