Börsenblick

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DAX: „Lucky Punch“ für die Bären!

Ein sogenannter „Lucky Punch“ ist im Boxsport ein unverhoffter Treffer, der den Gegner zu Boden streckt und einen Kampf in der Regel dann auch entscheidet, weil derjenige, der einen solchen Treffer abbekommen hat, selten wieder rechtzeitig auf die Beine kommt, bevor er ausgezählt wurde. Genau das hat am Donnerstag beim DAX die Bullen getroffen. Der deutsche Leitindex hatte zwar schon am Dienstag die kurzfristige Unterstützung in Form der 20-Tage-Linie durchbrochen, konnte sich aber bis gestern Mittag in deren Reichweite halten. Zum Handelsstart wurde sogar der Versuch unternommen, diese Linie bei knapp 13.300 Punkten zurück zu erobern. Aber zum Xetra-Handelsende fand sich der DAX auf einmal ganze 300 Punkte tiefer wieder. Ein Intraday-Turnaround zu Gunsten der Bären. Und die Art und Weise, wie das zustande kam, gibt denen äußerst gute Karten in die Hand, dass die untere Begrenzung des sich in den letzten Wochen manifestierten nach rechts offenen Dreiecks (oft auch „Megaphon“ genannt) angesteuert wird. Und die liegt derzeit bei nur 12.650 Punkten und damit sogar unterhalb der bei 12.745 Zählern verlaufenden 200-Tage-Linie. Was war passiert?

Expertenmeinung: Der Versuch, sich nach oben abzusetzen, scheiterte zwar schon in der ersten Handelsstunde, aber allzu viel Druck kam nicht auf – bis gegen 14 Uhr plötzlich massiver Abgabedruck bei den US-Index-Futures entstand. Es schien, als würden große Adressen zu Beginn des neuen Monats Bestände abbauen oder bestehende Positionierungen über die Futures gegen Kursverluste hedgen. Der DAX fiel umgehend hinterher. Aber dann wurde es hoch interessant. Denn kaum begann in den USA um 15:30 Uhr der reguläre Handel, zogen die US-Indizes aus dem tiefen Minus, das zur Eröffnung zu Buche stand, wieder an. Als in Europa um 17:30 Uhr der Handel endete, hatte der Dow Jones ein anfängliches Minus von 150 Punkten bereits aufgeholt. Aber der DAX, der zuvor mit nach unten gelaufen war, zog nicht mit an. Basis dessen war der erneut anziehende Euro. Das Statement der US-Notenbank am Mittwochabend war so nichtssagend ausgefallen, dass es die Relation Euro/US-Dollar nicht bewegte, aber am Donnerstag kam doch wieder Schwung in den Kurs. Die Trader sahen offenbar die Chance, den Euro doch noch höher, in Richtung 1,28 US-Dollar, zu treiben – und machten sich ans Werk. Das war zu einem Zeitpunkt, zu dem viele deutsche Unternehmen im Zuge ihrer Quartalsbilanz erkennen lassen, dass der starke Euro ihnen zu schaffen macht, Gift für den DAX. Ein Intraday-Turnaround nach dem gescheiterten Versuch einer Rückeroberung der 20-Tage-Linie innerhalb eines „Megaphons“, das noch ordentlich Luft nach unten ausweisen würde: Ein echter „Lucky Punch“ für das bärische Lager!

Chart vom 01.02.2018, Kurs 13.003,90 Punkte, Kürzel DAX

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