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SAP: Das hat gesessen – ein Short-Trade ist greifbar

Als der DAX in der vergangenen Woche kurzzeitig neue Rekordhochs erreichte, gehörte die SAP-Aktie bereits seit einiger Zeit nicht mehr zu den DAX-Titeln, die den Index auf seinem Weg nach oben anführten. Seit der DAX Anfang November kurzzeitig über 100 Euro auf neuem Rekordhoch schloss, lagen die Zwischenhochs bei SAP jeweils unter dem vorherigen. Was sich zunächst als normale Korrektur präsentierte, wurde bereits auf kurzfristiger Ebene bärisch, als die SAP-Aktie am 11. Januar unter ihre 200-Tage-Linie fiel. Statt Anschlussverkäufen kam es daraufhin zunächst zwar nur zu einer volatilen Seitwärtsbewegung, die die Chance barg, dass das Papier einen kurzfristigen Boden bilden und die 200-Tage-Linie zurückerobern könnte, aber mit dem gestrigen Minus von 2,12 Prozent ist diese Chance nur noch minimal, die auf einen lukrativen Short-Trade hingegen umso größer. Denn gestern präsentierte SAP sein Ergebnis für das vierte Kalenderquartal – und das wurde mehrheitlich nicht gut aufgenommen.

Expertenmeinung: Der Umsatz konnte gegenüber dem vierten Kalenderquartal 2016 gerade einmal um knapp anderthalb Prozent gesteigert werden, das bereinigte EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) lag mit 2,36 Milliarden Euro nur auf dem Vorjahresniveau. Für das Jahr 2018 rechnet das Softwareunternehmen zwar mit Umsatz- und Gewinnsteigerungen, aber die Prognosen lagen so marginal über den bisherigen, durchschnittlichen Analystenerwartungen, dass ein anfänglicher Ausflug in die Gewinnzone durch die Marktteilnehmer abverkauft wurde. Damit zeigt sich im Chart ein Doji mit einem langen oberen Docht – grundsätzlich ein Hinweis auf einen wahrscheinlichen Wechsel in der Trading-Dominanz zu Gunsten der Bären. Das Tagestief lag mit 89,57 Euro einen Tick unter dem bis dahin geltenden Verlaufstief des Januars von 89,71 Euro. Die Aktie steht also bereits mit anderthalb Beinen über der Klippe. Und ein Schlusskurs unter dem gestrigen Tief von 89,57 Euro würde sie über eben diese Klippe stoßen. Wobei dann eine gestaffelte Short-Positionierung eine Überlegung wert wäre, d.h. eine noch kleine Position als Einstieg, die dann ausgebaut werden könnte, wenn SAP die nächste Auffanglinie in Form des August-Tiefs bei 86,24 Euro ebenfalls durchbrechen würde.

Chart vom 30.01.2018, Kurs 90,13 Euro, Kürzel SAP

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