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Apple: Die Zahlen morgen müssen sitzen, sonst ist es vorbei

Manchem Investor mag es ausgeschlossen erscheinen, dass die Kult-Aktie Apple, die so viele Jahre immer nur den Weg nach oben kannte, womöglich auch mal nicht nur kurzfristig korrigiert, sondern eine echte Trendwende nach unten vollzieht. Aber diese Gefahr – bzw. aus Sicht der Bären Chance – besteht durchaus. Denn Apple verliert den Ruf der Unantastbarkeit. Gestern Abend wurde in den Medien herumgereicht, dass US-Behörden eine Untersuchung in Bezug auf die über Updates generierte Verlangsamung älterer iPhones starten könnten. Und dass das Unternehmen die Produktion seines Flaggschiffs iPhone X im ersten Quartal halbiert, statt der geplanten 40 nur 20 Millionen Stück produzieren werde, trug auch nicht zu einer guten Stimmung bei. Hinzu kam ein Statement der Deutschen Bank, die anhand von Google Trends-Daten zu erkennen glaubt, dass die Nachfrage nach iPhones allgemein nachlasse, weil die neuen Modelle im Vergleich zu den Vorgängermodellen zu wenige Neues vorweisen können. Da muss Apple ein Zeichen setzen – und das kann und muss dem Unternehmen morgen Abend nach US-Handelsende gelingen, denn dann werden die Ergebnisse des für Apple wichtigsten Quartals, des Weihnachtsquartals, präsentiert.

Expertenmeinung: Die Prognosen bewegen sich im Schnitt bei der Erwartung eines Umsatzes von 86 Milliarden US-Dollar und 3,80 US-Dollar Gewinn pro Aktie. Das sollte allerdings besser leicht überboten werden, denn den meisten Anlegern ist sehr wohl bewusst, dass die Analysten lieber zu tief als zu hoch schätzen. Entscheidend sind aber auch die Zahl der verkauften iPhones und die Frage, ob sich das Experiment, erstmals mit zwei neuen Modellen zugleich an den Start zu gehen, ausgezahlt hat. Apple muss überzeugen, denn der Chart zeigt, dass eine negative Reaktion wichtige Unterstützungen gefährden bzw. brechen könnte. Dass die Aktie zunächst aus der im November entstandenen Seitwärtsbewegung nach oben ausbrach und mit 180,10 US-Dollar einen neuen Verlaufsrekord markierte, dieser Ausbruch aber zur Bullenfalle wurde und der Kurs jetzt am unteren Ende der Handelsspanne die wichtige Unterstützung in Form des September-Hochs bei 164,95 US-Dollar testet, begleitet von einem Verkaufssignal des Trendfolgeindikators MACD, macht klar: Diese Aktie verzeiht jetzt keine größeren Rücksetzer mehr. Würden die mit dem Kurssprung als Reaktion auf die Quartalsbilanz vor genau einem Jahr entstandene Aufwärtstrendlinie bei 162 US-Dollar und die aktuell bei 159 US-Dollar verlaufende 200-Tage-Linie gebrochen, wären der mittelfristige Aufwärtstrend dahin und der Weg für die Bären erst einmal frei. Morgen Abend wird es sich entscheiden!

Chart vom 30.01.2018, Kurs 166,97 US-Dollar, Kürzel AAPL

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