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Dialog Semiconductor: Die Aktie mit der „Apple-Bremse“

Dialog Semiconductor ist ein im TecDAX notierter Chiphersteller. Da sollte man denken, dass die guten Zahlen von Branchenprimus Intel, die dazu führten, dass Intel selbst im Anschluss an das Zahlenwerk deutlich zulegte, auch bei Dialog Semiconductor positiv wirken, immerhin ist ein solches Kaufen der gesamten Branche nach guten Ergebnissen des Marktführers durchaus oft anzutreffen. Und man sollte zudem meinen, dass die in dieser Woche anstehende Quartalsbilanz von Apple die Dialog-Aktie treiben könnte, denn Apple ist deren größter Kunde. Und am Montagmorgen gab es auch den Versuch, sich – ohne neue Nachrichten vom Unternehmen selbst – nach oben abzusetzen. Aber dieser Versuch wurde abgewiesen. Dialog Semiconductor, am Morgen noch stärkste Aktie im TecDAX, beendete den Tag zwar im Plus, aber unter „ferner liefen“. Der Grund: Hier schaut man längst nicht mehr auf die vergangenen Ergebnisse oder die unmittelbare Zukunft, sondern blickt weiter voraus. Und dass eben dieser Blick voraus unverändert von Ungewissheit dominiert ist, hält potenzielle Käufer vom Einstieg ab. Diese Aktie leidet weiterhin unter der „Apple-Bremse“.

Expertenmeinung: Selbst wenn Apple bei den diese Woche anstehenden Ergebnissen zum Weihnachtsquartal mit grandiosen Umsätzen aufwarten würde, die andeuten, dass auch Dialog Semiconductor als Zulieferer gut verdient haben müsste (die ohnehin schon vorab gute Umsatzzuwächse für das vierte Quartal gemeldet hatten), man weiß nicht, wie lange es so weitergehen wird. Nicht, weil man fürchten müsste, dass die iPhones von Apple zu Ladenhütern würden, sondern weil weiterhin kolportiert wird, dass Apple bald seine eigenen Chips entwickeln und herstellen könnte. Doch Apple hält sich bedeckt – es kann so kommen oder auch nicht. Das war der Grund, weshalb die Dialog Semiconductor-Aktie im November derart unter die Räder kam, denn den größten Kunden zu verlieren steckt man nicht unbedingt schnell und gut weg. Schon im April 2017 hatte ein erstes Gerücht in diese Richtung die Aktie massiv unter Druck gesetzt. Die dicke rote Linie im Chart markiert das damalige Tief bei 30,60 Euro. Wenn der Kurs diese Hürde zurückerobern würde, wäre die Bodenbildung abgeschlossen. Aber solange Dialog Semiconductor unterhalb dieser Linie bleibt, ist und bleibt der Weg nach oben steinig und Long-Trades eine Sache für risikofreudige Trader. Sollte es gelingen, den gestern abgewiesenen Versuch, die kleine konsolidierende Flagge im Chart mit Schlusskursen über dem Montags-Hoch (26,47 Euro) doch noch zu verlassen, wäre das eine Trading-Chance, aber schon bei 27,34 Euro würde mit dem bisherigen Hoch im Zuge der Bodenbildung die nächste Widerstandslinie warten, bevor es dann an obengenannte Linie bei 30,60 Euro gehen könnte. Dialog Semiconductor kann sich durchbeißen, keine Frage – aber wer jetzt schon aktiv mitmischen will, sollte die dafür nötigen guten Nerven mitbringen.

Chart vom 29.01.2018, Kurs 24,89 Euro, Kürzel DLG

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