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RWE: Fällt die Aktie über die Klippe?

So sehr die ambitionierten Ziele zur Senkung der CO2-Emissionen zu begrüßen sind, für die Betreiber von Kohlekraftwerken wäre eine zügige Umsetzung von solchen Zielen ein ernstes Problem. Noch ist offen, wie der Zeitplan für den Ausstieg aus der Kohleenergie letzten Endes wirklich aussehen wird. Aber CDU/CSU und SPD scheinen fest entschlossen, das umzusetzen, während den Energieversorgern offenbar langsam bange wird. Dass RWE-Chef Schmitz vergangene Woche extra darauf hinwies, dass ein zu zeitiges Abschalten der Kohlekraftwerke die Energieversorgung des Landes gefährden könnte, machte dann auch die Anleger nervös. In den letzten Wochen hatten zudem nicht wenige Analysten ihre Kursziele gesenkt, denn während E.ON seine Kohlekraftwerke in die Tochter Uniper ausgelagert hatte und diese jetzt an die finnische Fortum verkauft wurde, hat RWE die erneuerbaren Energien in die Tochter innogy ausgelagert und hat die problematischen Kohlekraftwerke im Kernunternehmen belassen. Damit nicht genug: Auch der Umstand, dass Tochter innogy zuletzt durch kassierte Prognosen bei den Anlegern in Ungnade gefallen war, drückt auf die „Mutter“ RWE.

Expertenmeinung: Kein Wunder also, dass die Aktie unmittelbar davor steht, den hier Short agierenden Tradern noch mehr Freude zu bereiten. Will die Aktie einem erneuten, mittlerweile dritten Abwärtsimpuls entkommen, müsste sie zügig über 17,80 Euro schließen und dadurch die im November entstandene, steile Abwärtstrendlinie bezwingen. Derzeit stehen die Chancen für das Bären-Lager aber klar besser. Denn hätte man Willen und Kapitalkraft gehabt, RWE aus diesem Abwärtstrend zu befreien, wäre dazu bis Anfang letzter Woche, als die Aktie unmittelbar an diese Linie herangelaufen war, genug Gelegenheit gewesen. Jetzt klammert sich der Kurs nach drei ausnehmend schwachen Handelstagen an die wichtige Unterstützung aus dem Dezember bei 16,58 Euro. Ein vergleichbares Szenario war vor dem zweiten Abwärtsimpuls im Dezember zu beobachten. Und der bereits auf seine Signallinie zurück gefallene MACD-Indikator im Verein mit den die Aktie momentan drückenden Unsicherheitsfaktoren unterstreicht, dass das Bären-Lager RWE jetzt jederzeit über diese Klippe stoßen und damit weiteres Abwärtspotenzial auftun kann.

Chart vom 26.01.2018, Kurs 16,71 Euro, Kürzel RWE

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