Börsenblick

Zurück Juni Weiter
Zurück 2018 Weiter

Software AG: Es könnte sogar noch schlimmer kommen

Als der E-Business-Spezialist Software AG vor einem Jahr das Ergebnis zum vierten Quartal 2016 präsentierte, notierte die Aktie um 32 Euro. Gestern kamen die Ergebnisse des vierten Quartals 2017. In den dazwischen liegenden zwölf Monaten war die Aktie um 50 Prozent gestiegen. Das dürften die Marktteilnehmer sehr wohl im Hinterkopf gehabt haben, als sie lesen mussten, dass das Unternehmen die Prognosen der Analysten verfehlte. Der Umsatz lag im vierten Quartal 2017 mit 268,4 Millionen Euro nicht wesentlich über dem des Vorjahreszeitraums von 263,9 Millionen. Und der Gewinn überzeugte auch nicht recht. Das bereinigte EBITDA (Gewinn vor Zinsen und Steuern) lag leicht über, der bereinigte Nettogewinn indes leicht unter dem Vorjahresergebnis. Hinzu kamen zwei Aussagen, die den Missmut der Investoren nicht gerade zu dämpfen vermochten: Die EBITDA-Marge werde 2018 wohl nicht höher liegen als 2017. Und bei einem Eurokurs von 1,22 zum US-Dollar müsste man für das erste Quartal mit einer Umsatzbelastung um zehn Prozent rechnen – und der Euro/Dollar-Kurs notierte gestern bereits deutlich höher. Die Quittung: Ein Minus von 8,96 Prozent am Donnerstag – und die Möglichkeit, dass noch mehr Druck hinterher kommt.

Expertenmeinung: Der Chart zeigt, dass die Aktie mit einer Abwärts-Kurslücke startete, dann versucht wurde, das Minus aufzuholen, der Kurs aber im Tagesverlauf immer weiter zurückfiel und deutlich unter dem ohnehin schwachen Eröffnungskurs schloss. Wenn der Versuch, einen solchen charttechnischen Flurschaden zu kitten, abverkauft wird, wirkt das wie ein Hemmschuh, es gleich noch einmal zu versuchen. Das kann den Bären somit als Rückenwind dienen. Man sieht zudem, dass sich die Aktie im Vorfeld der Zahlen am oberen Ende eines breiten Aufwärtstrendkanals befand, dessen Ursprung passenderweise der Tag der Veröffentlichung der Quartalszahlen zum vierten Quartal 2016 war, die wir oben angesprochen hatten. Der Gedanke, dass der Kurs vorerst „oben“ war, drängt sich bei der Betrachtung dieses Charts durchaus auf. Würde die jetzt erreichte Unterstützungszone zwischen 42,50 und 43,40 Euro und die knapp darunter um 41,50 Euro zusätzlich unterstützende 200-Tage-Linie fallen, wäre ein Anlauf an das untere Ende dieses Trendkanals, das derzeit bei 38 Euro verläuft, daher ein keineswegs unrealistisches Kursziel.

Chart vom 25.01.2018, Kurs 43,18 Euro, Kürzel SOW

Auch interessant:

Droht eine Spirale der Eskalation im Handelskrieg? DAX bricht weiter ein - Interview Arthur Brunner
Was sagt der Vorstand über den IPO von Home24? Interview mit Marc Appelhoff | LYNX fragt nach
DAX mit positiven Signalen | LYNX Marktkommentar
Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN