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3M: Ernten, bevor der Regen kommt?

Der im Dow Jones notierte US-Konzern 3M, ehemals Minnesota Mining & Manufacturing, ein echter Gemischtwarenladen, der hierzulande u.a. durch Post-It und Scotch Klebebänder bekannt ist, präsentierte gestern vor dem Start des US-Handels eine absolut überzeugende Quartalsbilanz. Wenn man die auch bei anderen US-Unternehmen auftauchenden Bereinigungen aufgrund der US-Steuerreform ignoriert und ausschließlich auf das operative Ergebnis blickt, stand ein Gewinn von 2,10 US-Dollar pro Aktie zu Buche. Mehr als die von den Analysten im Schnitt erwarteten 2,03 US-Dollar und mehr als die 1,88 US-Dollar, die 3M im vierten Quartal 2016 verdient hatte. Auch beim Umsatz gab es nichts auszusetzen, der legte von 7,3 Milliarden im Vorjahresquartal auf 8,0 Milliarden zu. Darüber hinaus hob 3M die Gewinnprognose für das neu angelaufene Geschäftsjahr auf den Korridor von 10,20 bis 10,70 US-Dollar/Aktie an, da hatte man zuvor 9,60/10,00 US-Dollar avisiert. Die Steuerquote werde sich durch die Reform von 26-27 auf 20-22 Prozent ermäßigen. Da passte also rundherum alles – und entsprechend legte die Aktie am Donnerstag um 1,9 Prozent zu und erreichte mit dem Tageshoch von 254,80 US-Dollar sogar einen neuen Verkaufsrekord. Aber:

Expertenmeinung: Gerade in einem Umfeld, in dem den meisten Anlegern das Gespür für Gefahren abhandengekommen ist, sollte man daran denken, die Ernte einzubringen, bevor es Aktien regnet … denn dann wäre es dazu zu spät. Und hier, bei 3M, ist der Gedanke, dass das gestrige Rekordhoch sehr nahe an einem mittelfristigen Hoch liegen könnte, durchaus angebracht. Das Unternehmen avisiert einen Anstieg des Gewinns zwischen 12 und 17 Prozent. Das ist in Relation zu einem Kurs/Gewinn-Verhältnis auf Basis der 2017er-Gewinne von 27 und auf Basis der 2018er-Gewinnprognose von 23 nicht unbedingt viel. Hinzu kommt, dass die Aktie die obere Begrenzung des nach der Bekanntgabe der vorherigen Quartalsbilanz im Oktober etablierten Aufwärtstrendkanals erreicht hat, während die markttechnischen Indikatoren in der überkauften Zone rangieren. Unbedingt sofort die Gewinne mitzunehmen wäre indes nicht zwingend, denn mit der Kreuzunterstützung aus dem Anfang Dezember markierten Zwischenhoch und der 20-Tage-Linie bei 243/245 US-Dollar findet sich eine nahe liegende Basis für eine sinnvoll enge, charttechnisch basierte Absicherung.

Chart vom 25.01.2018, Kurs 252,36 US-Dollar, Kürzel MMM

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