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Uniper: Haben sich die Bullen verzockt?

Bei der Ex-E.ON-Tochter Uniper könnten die kommenden Wochen richtig spannend werden. Der Verkauf der Tochter an den finnischen Energieversorger Fortum ist jetzt über die Bühne: E.ON hat seine gut 46 Prozent an Uniper an Fortum verkauft. Aber die Aktionäre haben den Finnen ihre Aktien nicht angedient, deren Angebot erschien zu mager. Und jetzt stellt sich die Frage: Hatten viele Anleger womöglich darauf gesetzt, dass Fortum das öffentliche Angebot von 22 Euro pro Aktie anheben werde, wenn sie nicht genug Aktien zusammen bekommen, um auf einen Stimmanteil von über 50 Prozent zu kommen? Wenn ja, wird es jetzt womöglich für die Optimisten eng … denn Fortum erklärte gestern, man sei mit den jetzigen knapp 47 Prozent zufrieden und erwäge nicht, weitere Anteile an der Börse zuzukaufen. War damit zu rechnen? Nicht unbedingt, denn: Richtig ist zwar, dass Fortum um eine solche öffentliche Offerte an die Aktionäre nicht herumkam, weil die verpflichtend ist, wenn ein Unternehmen mehr als 30 Prozent eines anderen übernehmen will und Aktien im freien Verkehr sind. Aber:

Expertenmeinung: Dass Fortum gar nicht daran interessiert ist, über diese 50 Prozent-Schwelle zu kommen und damit bequemer agieren zu können, war im Vorfeld nicht klar, auch, wenn die Finnen immer betont hatten, dass man nicht mehr als 22 Euro bieten werde. Die Anleger hatten offenbar schon darauf gebaut, dass Fortum doch noch nachlegen würde und die Aktie, die vor Fortums Offerte noch unter 22 Euro notiert hatte, im Dezember auf in der spitze 26,64 Euro gezogen. Jetzt läuft noch eine verlängerte Annahmefrist der 22-Euro-Offerte bis zum 2. Februar, danach wäre klar: Die Uniper-Aktie muss ab da ohne diese Hoffnung auf ein höheres Angebot zurande kommen. Zwei Chartmarken sollte man beachten im Fall, dass die Marktteilnehmer ohne die Hoffnung auf mehr Geld von Fortum beginnen, Uniper abzustoßen: Die unmittelbare Unterstützung ist die Nackenlinie eines kleinen „Rounding Top“, die bei 24,50/24,60 Euro verläuft. Schlusskurse darunter und damit die Vollendung des Topps würden den Weg an die mittelfristige Aufwärtstrendlinie bei derzeit 21,25 Euro freigeben, was für sich genommen für agile Trader schon einen Gedanken an einen kleinen Short-Trade wert wäre – falls die Bullen hier wirklich erst einmal das Handtuch werfen sollten.

Chart vom 23.01.2018, Kurs 25,02 Euro, Kürzel UN01

 

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