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US-T-Bonds: Ganz nahe an der „roten Linie“!

Das Überschreiten der Schwelle von 2,6 Prozent bei der Rendite für US-Staatsanleihen (T-Bonds) mit zehn Jahren Laufzeit wurde von vielen Markbeobachtern als Warnschuss für den Aktienmarkt angesehen. Der reagierte in der vorvergangenen Woche auch kurz negativ, dann aber kletterten Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 auf neue Rekordhochs, als sei nichts gewesen. Doch die Rendite für zehnjährige US-Bonds stieg weiter und erreichte am Freitag 2,64 Prozent. Das wirkt, als würden die Akteure am Aktienmarkt auch noch dieses Risiko einfach ignorieren. Aber da könnte der Schein trügen, denn zum einen verfälscht ein Abrechnungstermin an der Terminbörse, wie er am Freitag stattfand, das Bild am Aktienmarkt kurzfristig oft. Zum anderen sind zwar die Renditen für die „Zehnjährigen“ über eine auch charttechnisch wichtige Schwelle gestiegen. Aber bei den Futures auf diese T-Bonds, die den Kurs und nicht die Rendite abbilden, ist die entscheidende Unterstützungszone noch nicht gebrochen. Noch nicht.

Expertenmeinung: Diese charttechnisch entscheidende Zone liegt im Bereich 121,08/121,21 US-Dollar. Das ist der Bereich, wie dieser Chart auf Wochenbasis zeigt, in der die T-Bonds Ende 2015 und Ende 2016 zweimal wieder nach oben drehten, die Renditen also wieder zurückkamen. Allzu weit ist der Kurs von dieser „roten Linie“ nicht mehr entfernt. Und bislang zeigen sich keine Hinweise auf eine Stabilisierung. Wir hatten kürzlich in einem Artikel deutlich gemacht, dass steigende Renditen eigentlich keine zwingende Gefahr für den Aktienmarkt sein müssen. Aber in diesem Fall ist die Lage nicht ganz so einfach, weil vor allem die Kurse der kürzeren Laufzeiten stark nachgeben, d.h. die Renditen dort steigen. So ist die Rendite für US-Bonds mit zwei Jahren Laufzeit von 1,26 Prozent Anfang September auf 2,05 Prozent am Freitag gestiegen. Die daraus erwachsende Möglichkeit, Geld in kurzen Laufzeiten wieder rentabel „parken“ zu können, ist in der Tat ein Risiko für einen heiß gelaufenen Aktienmarkt. Der Fokus der Investoren bleibt aber bei den „Zehnjährigen“, die, würde der Kurs unter 121,00 US-Dollar und damit klar unter dieser massiven, mehrjährigen Unterstützungszone schließen, die Basis bieten würden, Short-Positionen noch einmal aufzustocken.

Chart vom 19.01.2018, Kurs 122,08 US-Dollar, Kürzel ZN

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