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Infineon: Auf dem Absatz kehrt – wie lange hält das vor?

Goldman Sachs hat sich in letzter Zeit vor allem durch reichlich „satte“ Kursziele hervorgetan. Wie gestern berichtet, hat das der Goldman-Aktie zwar nicht geholfen, aber mit Kurszielen, wie sie das Investmenthaus gestern für den Chiphersteller Infineon ausgegeben hat, sichert man sich zumindest Aufmerksamkeit. Denn da wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt, indem das Kursziel gleich um 33 Prozent, von zuvor 21,80 auf jetzt 29,00 Euro, angehoben wurde. Damit ist dieses Kursziel das höchste unter den gut 25 Kurszielen der die Aktie beobachtenden Analysten. Die Marktteilnehmer reagierten wie auf Knopfdruck und beförderten die Aktie an die Spitze der DAX-Gewinnerliste des Donnerstags. Und damit stehen jetzt auf einmal nicht mehr eine denkbare Abwärts-Trendwende, sondern neue 16-Jahres-Hochs zur Debatte. Würde es gelingen, das 2017er-Jahreshoch bei 25,45 Euro eindeutig zu überwinden, wäre der Weg nach oben aus charttechnischer Sicht eigentlich frei. Eigentlich, weil es eine markante, aber uralte Widerstandszone im Bereich 25,68/26,12 Euro gibt, die in den Herbst 2001 bzw. das Frühjahr 2002 zurückreicht. Aber ob diese alte Zone der Grund war, dass Infineon im November erst einmal wieder nach unten drehte, ist zu bezweifeln, denn:

Expertenmeinung: Normalerweise sind derart weit zurück liegende Hürden nicht mehr entscheidend. Zumal diese Umkehr der Aktie nicht aus sich heraus passierte, sondern mit einer Phase zusammenfiel, in der Halbleiteraktien weltweit unter kräftigen Abgabedruck gerieten. Wenn, stellt sich auf dem Weg, dieses neue Kursziel von Goldman Sachs zu erreichen, eine ganz andere Frage: Wäre die Aktie dann nicht mit Blick auf das Kurs/Gewinn-Verhältnis zu teuer? Nur, wenn man damit rechnen kann, dass sich das starke Wachstum im Halbleiterbereich auch in den kommenden zwei bis drei Jahren fortsetzt, wäre ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von über 26 gerechtfertigt, das die Aktie bei Erreichen von 29 Euro alleine mit den für 2019 (und damit sehr weit in die Zukunft projizierten) geschätzten Gewinnen hätte. Das erscheint in der Tat eine sehr ambitionierte Bewertung zu sein. Daher wäre es zwar opportun, bestehende Long-Positionen im Fall eines Breaks über das 2017er-Jahreshoch etwas aufzustocken. Aber das wäre ein Kauf auf Trading-Basis, der, da diese Sogwirkung des Goldman Sachs-Kursziels nicht unbedingt lange vorhalten muss, unbedingt mit einem recht engen Stop Loss abgesichert werden sollte.

Chart vom 18.01.2018, Kurs 25,10 Euro, Kürzel IFX

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