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Airbus: Emirates hebt den Daumen, die Bullen bleiben vorsichtig

Das waren gute Nachrichten, die gestern Vormittag auf den Bildschirmen der Investoren auftauchten: Emirates hat sich entschieden, 20 A 380-Flugzeuge bei Airbus zu kaufen, für weitere 16 Maschinen besteht eine Kaufoption. Das war insofern immens wichtig, weil seit zwei Jahren keine Bestellungen für den A 380 mehr hereingekommen waren. Jetzt kann die Produktion fortgeführt werden. In Relation zu den erwarteten 800 Auslieferungen, die Airbus für 2018 anvisiert, erscheint dieser Auftrag nicht entscheidend. Aber der A 380 ist ja keine Maschine wie die anderen, sondern ein – entsprechend teurer – Riese. Und wäre diese Order nicht erfolgt, hätte Airbus die Produktion einstellen müssen, das hätte dem Renommee nicht gutgetan. So aber hoben Emirates und die Anleger zunächst gemeinsam den Daumen: Die Aktie zog am Donnerstag anfangs kräftig an, erreichte dabei neue Rekordhochs … und das zudem zu einem aus charttechnischer Sicht perfekten Zeitpunkt:

Expertenmeinung: Airbus war gleich zu Jahresbeginn kräftig durchgestartet und hatte sich, als der europäische Aktienmarkt durch den anziehenden Euro ins Wanken geriet, sehr stabil gehalten. Es kam nur eine kleine Konsolidierung zustande, die die Aktie auf das Dezember-Hoch bei 89,03 Euro zurückführte. Wäre der Emirates-Auftrag geplatzt, wäre die Aktie dort durchgebrochen. So aber zog sie genau auf Höhe dieser Unterstützung an – ein grundsätzlich bullisches Signal. Was indes zur Vorsicht mahnt ist der Umstand, dass der Verlaufsrekord zu Gewinnmitnahmen genutzt wurde: Es blieb am Ende zwar ein moderates Plus im Schlusskurs-Vergleich, aber die Aktie schloss über zwei Prozent unter ihrem Tageshoch. Was kann dahinter stecken? Grundsätzlich muss man im Hinterkopf behalten, dass die Anleger die derzeit stark laufende Entwicklung im Bereich Luftfahrt wie mit einem Lineal in die Zukunft verlängern, das birgt Risiken nach unten. Das mag einige bewogen haben, die neuen Hochs zu nutzen, um Teile ihrer bestehenden Positionen zu verkaufen. Aber ob das Schule macht, muss sich erst herausstellen, denn auf der anderen Seite sehen wir hier eine Aktie, die einen großen Teil ihres Umsatzes außerhalb der Eurozone macht und trotz des für den europäischen Export ungünstigen Anstiegs des Euro stark bleibt. Sollte der Euro wieder den Weg nach unten antreten und den Euro-Exporteuren damit wieder Rückenwind verleihen, würde das für Airbus wie ein zusätzliches Triebwerk wirken. Da kann also nach oben, bei allem Respekt gegenüber den Risiken, einiges drin sein. Aggressive Trader sollten trotzdem zur Sicherheit einen eher engen Stop Loss erwägen, der knapp unter 88 Euro leicht unter das gerade verteidigte Dezember-Hoch gezogen werden könnte.

AIR_2018_01_19

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