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Nasdaq 100: Weht ab Montag ein anderer Wind?

Sofort mit der ersten Handelsstunde des neuen Jahres begann beim Nasdaq 100 eine Rallye, die angesichts des zuvor zwei Wochen lustlos abbröckelnden Index überraschte. Seither hat der Index der Technologie-Blue-Chips das vorherige Rekord-Verlaufshoch des Dezembers in der Spitze schon um 4,8 Prozent auf 6.837 Punkte nach oben verlagert. Dieser Kurs wurde am Dienstag erreicht, bevor Gewinnmitnahmen den Index von einem anfangs ungewöhnlich großen Plus ins Minus drückten. Das war ein Warnschuss, der die bullischen Trader daran erinnerte, dass der Index nicht zu halten wäre, würden erst einmal größere Gewinnmitnahmen einsetzen. Aber der Mittwoch scheint zu zeigen, dass man nicht bereit ist, daraus Konsequenzen zu ziehen. Im Gegenteil, das rasante Aufholen des am Vortag zum Verlaufsrekord verlorenen Bodens wirkte, als würde man selbst einen Rücksetzer, der vom Verlaufshoch bei 6.837 Punkten nur knapp zwei Prozent zurückführte, als „Schnäppchen“ ansehen. Ist das möglich?

Expertenmeinung: Es ist gut denkbar, dass dieser Anschein trügt. Dass der Großteil der bullischen Marktteilnehmer selbst eine haushohe Warnung wie den Abverkauf der Verlaufsrekorde am Dienstag ignoriert, ist zwar nicht auszuschließen. Aber deutlich wahrscheinlicher ist, dass der morgen anstehende Abrechnungstermin an der Terminbörse für diese sturen Käufe eine entscheidende Rolle spielt. Da werden die Optionen auf Aktien und Indizes mit Laufzeit Januar abgerechnet. Und bei einem Aufwärtstrend ist es die Regel, dass große Adressen am Terminmarkt versuchen, die Abrechnung der Index-Optionen am oberen Ende der Handelsspanne seit dem vorangegangenen Abrechnungstermin zu erzwingen. Aber was passiert, wenn dieses Zugpferd ab Montag nicht mehr vorhanden ist? Im November ging es noch einige Tage nach der Abrechnung höher, aber im September, Oktober und Dezember schloss sich fast unmittelbar danach eine Korrektur an. Die fiel jeweils eher klein aus – aber nach dieser ungewöhnlich massiven Rekordjagd könnte der Rücksetzer diesmal auch etwas größer ausfallen, zumal dann auch die ersten großen Schwergewichte des Index ihre Quartalsbilanzen melden. Da könnte schnell ein ganz anderer Wind wehen, sofern diese Ergebnisse die jetzt durch diese Super-Rallye großenteils eingepreisten, ohnehin hohen Erwartungen nicht übertreffen sollten. Was hieße: Long zu bleiben, wäre durchaus noch opportun, aber: Aggressive Trader sollten sich überlegen, ob sie nicht sogar statt der derzeit den Kursen kaum hinterher kommenden September-Aufwärtstrendlinie bei 6.445 Punkten die rigidere Variante wählen sollten, indem man sich mit dem Stop Loss an der aktuell bei 6.573 Punkten zügig steigenden 20-Tage-Linie orientiert.

Chart vom 17.01.2018, Kurs 6.810,28 Punkte, Kürzel NDX

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