Börsenblick

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General Electric: Kaufen, wenn die Kanonen donnern?

Eine uralte Börsenregel besagt: Kaufe, wenn keiner Aktien haben will. Für den Gesamtmarkt trifft das derzeit so wenig zu wie wohl selten zuvor, aber während der Dow Jones von einem Rekord zum nächsten haussiert, bleibt General Electric (GE), dieses gigantische, im Dow Jones von Anbeginn enthaltene Unternehmen, zurück und fällt. Wieso? Weil hier eine böse Überraschung die nächste jagt und die Hoffnung, GE habe endlich seine Restrukturierung erfolgreich beendet, immer wieder enttäuscht wird. Seit Jahren hat man hier mit fallenden Umsätzen und einer instabilen Gewinnentwicklung zu kämpfen und findet offenbar keine nachhaltige Lösung. Und es scheint, als käme es noch schlimmer, denn dass GE am Dienstag und Mittwoch gegen den Trend markant unter Druck kam, hatte Gründe: Am Dienstag meldete GE, man werde wegen der Versicherungsaktivitäten der Tochter GE Capital im vierten Quartal 2017 eine Belastung um die 6,2 Milliarden US-Dollar zu verbuchen haben und im ersten Quartal drei Milliarden für Deckungsrückstellungen aufwenden, die danach noch weitergehen. Damit dürfte die Chance, dass die eigentlichen, für den 24. Januar vor Börsenstart vorgesehenen Quartalsergebnisse positiv überraschen, bei null liegen. Aber:

Expertenmeinung: Im Zuge der Telefonkonferenz zu dieser für die Investoren überraschenden Belastung konnten die Experten durchscheinen hören, dass GE endlich ernsthaft darüber nachdenkt, dieses gigantische und damit unflexible Konglomerat in einzelne, für sich jeweils schlagkräftigere und leichter zu steuernde Berieche aufzuspalten. Das ist normalerweise eine Nachricht, die elektrisiert. Da würden Nägel mit Köpfen gemacht, die Chance, dass das jahrelange Siechtum so ein Ende findet, wäre weit höher, als würde GE einfach weiter machen wie bisher. Die Investoren reagierten in keiner Weise, sondern verkauften einfach weiter. Doch das kann auch daran liegen, dass morgen ein Abrechnungstermin für Optionen ansteht. Derzeit dominieren ohnehin die Trader das Geschehen, die Trends stur und mit aller Macht verfolgen, ob nach oben oder, wie bei GE, nach unten. Das verstärkt sich gemeinhin zu einem Verfalltermin hin. Was hieße: Dass diese hoffnungsvolle Nachricht nachhaltig untergeht, ist keineswegs sicher. GE sollte man ab Montag, wenn dieser Abrechnungstermin über die Bühne ist, genau im Auge behalten und auch dann mit Short-Traders vorsichtig agieren, wenn die Aktie unter dem am 28. Dezember markierten mehrjährigen Tief von 17,25 US-Dollar schließt. Rein charttechnisch wäre dann Spielraum bis an die Jahrestiefs 2010/2011 bei 13,75 bzw. 14,72 US-Dollar. Aber sollte sich diese Möglichkeit einer Aufspaltung konkretisieren, kann diese Aktie durchstarten. Derzeitiger Ankerpunkt für einen risikofreudigen, aggressiven Versuch auf der Long-Seite mit engem Stoppkurs wäre ein mit 18,25 US-Dollar über dem Schlusskurs des Dienstags liegendes Closing, das dadurch zugleich die 20-Tage-Linei zurückerobern würde.

Chart vom 17.01.2018, Kurs 17,35 US-Dollar, Kürzel GE

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