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Euro/US-Dollar: Die Bullen sind von der Leine

Die US-Notenbank hat längst begonnen, die Leitzinsen anzuheben. Und derzeit zweifelt kaum jemand daran, dass den ersten Maßnahmen dieser Art im Jahr 2018 mindestens drei Anhebungen um je ein Viertelprozent folgen werden. Das müsste eigentlich dazu führen, dass der US-Dollar gegenüber dem Euro, wo seitens der EZB auch weiterhin nicht mit Zinserhöhungen zu rechnen ist, deutlich zulegt. Aber das Gegenteil ist der Fall, der Euro hat jetzt sogar entscheidende Widerstände zum US-Dollar nach oben durchbrochen. Wieso? Auf ganz kurzfristiger Ebene ließe sich das damit erklären, dass die schnell steigenden Renditen bei US-Anleihen fallende Kurse am Anleihemarkt bedingen. Und dieser Angebots-Überhang könnte dazu führen, dass ausländische Investoren, die ihre US-Bonds derzeit auf den Markt werfen, die dabei frei werden US-Dollars wieder in ihre eigene Landeswährung eintauschen und so auch dort das Angebot erhöhen und den Kurs drücken. Auf mittlere Sicht sollte die übliche Korrelation „steigende Zinsen = steigende Währung“ zwar dennoch greifen. Aber jetzt ist der Weg des Euro nach oben respektive der des US-Dollars zum Euro nach unten erst einmal frei. Am Freitag gelang der dynamische Ausbruch über das 2017er-Jahreshoch von 1,2092 US-Dollar pro Euro, am gestrigen Montag legten die Euro-Bullen noch einmal nach. Diese Reaktion hatten wir noch am Freitagmorgen, im Vorfeld dieses Ausbruchs, vermutet, denn:

Expertenmeinung: Zum einen sehen wir in diesem langfristigen Chart auf Wochenbasis, wie markant diese jetzt bezwungene charttechnische Widerstandszone war, die bis ins Jahr 2010 zurück reicht. Jetzt wären die nächsten Widerstände erst um 1,2750 US-Dollar als eher leichte Bremszone und bei 1,2850 US-Dollar in Form der übergeordneten Abwärtstrendlinie als markantere Hürde zu finden. Das lockt die Euro-Bullen natürlich, jetzt entschlossen zuzugreifen. Zum anderen wird man am Devisenmarkt interessiert zur Kenntnis nehmen, dass man seitens der US-Regierung dezent erfreut über den die US-Unternehmen beim Export unterstützenden, schwachen Dollar ist, während aus der Eurozone weder von der EU noch der EZB nennenswerte Gegenwehr kommt. Solange die Euro-Bullen seitens der Politik und der Notenbanken eher Rückenwind verspüren, kann diese Rallye weitergehen. Ein Pullback an den Ausbruchslevel kann es jederzeit geben, aber wenn man sich im Chart ansieht, wie massiv die jetzt bezwungene und damit zur Unterstützung mutierte Chartzone ist, kommt man nicht auf den Gedanken, dass hier für die Bären in nächster Zeit allzu viel zu holen wäre.

Chart vom 15.01.2018, Kurs 1,2283 US-Dollar, Kürzel EUR.USD

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