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Volkswagen Vz.: Gespanntes Warten auf die Zahlen

Dieser langfristige Wochenchart der Volkswagen-Vorzugsaktie weist einen rasanten Start ins neue Jahr aus – und für die abgelaufene Woche dann nur noch Wassertreten. Der Versuch, sich über das Anfang Dezember markierte 2017er-Jahreshoch von 179,30 Euro nach oben abzusetzen, will noch nicht recht gelingen. Wieso? Die Zahl der verkauften Fahrzeuge im abgelaufenen Jahr war beeindruckend, was den Umstand angeht, dass trotz des immer noch präsenten Abgasskandals ein neuer Rekord gelang. Aber der Anstieg der Verkäufe war zum einen prozentual nicht allzu groß, zum anderen sagt das nichts darüber aus, wie sich die Gewinnsituation entwickelt hat, auf die es letzten Endes ankommt. Da wäre vieles möglich, immerhin überraschte in Bezug auf das dritte Quartal ein unerwartet starker operativer Gewinn. Aber das muss sich fortsetzen, die Gewinnmargen vor allem bei der Kernmarke VW steigen. Und das ist offen, bis zumindest vorläufige Zahlen zum vierten Quartal auf den Tisch kommen, bei denen man zudem darauf hofft, erste Einschätzungen zum Start ins neue Jahr zu erhalten. Dass VW vor dem Termin der Offenlegung der 2017er-Bilanz im März Vorab-Daten bringen wird, ist zwar hoch wahrscheinlich, aber wann die kommen, ist offen. Und:

Expertenmeinung: Der Anstieg der Euro/US-Dollar-Relation (und des Euro zum Yen nicht minder) drückt auf den Optimismus. Denn je stärker der Euro zulegt, desto mehr verschiebt sich das Preisgefüge außerhalb der Eurozone zu Gunsten japanischer und US-amerikanischer Hersteller. Und die Wachstumsmärkte liegen eben außerhalb der Eurozone. So gesehen wäre für 2018 vieles möglich, aber noch nichts sicher. Was sich auch in der Spanne der Kursziele der überwiegend aber optimistischen Analysten ausdrückt: Zwischen 105 und 250 Euro liegt die Spanne, da wäre also für Bullen und Bären gleichermaßen etwas dabei. Letzten Endes muss man in einem unsicheren Umfeld vor allem auf die Charttechnik als Orientierung bauen. Hier sehen wir: Nachdem es Anfang November gelungen war, die im September 2015 durch das Bekanntwerden der Abgasmanipulationen entstandene Kurslücke zu schließen, wäre der Weg nach oben mittelfristig frei, denn da warten vorerst keine markanten Widerstände. Long-Positionen wären damit haltenswert. Aber es wäre angeraten, die September-Aufwärtstrendlinie, derzeit bei 166 Euro, als Basis einer konsequenten Absicherung zu nutzen, denn nichts kann garantieren, dass es bei den kommenden Zahlen von VW nicht auch zu weniger erfreulichen Überraschungen kommen könnte.

Chart vom 12.01.2018, Kurs 179,82 Euro, Kürzel VOW3

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