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Euro/US-Dollar: Der Ausbruch könnte jetzt jederzeit kommen!

Als am Mittwoch das Gerücht umging, China könnte das Volumen seiner Käufe von US-Staatsanleihen entweder deutlich reduzieren oder ganz auf null herunterfahren, reagierte man am Devisenmarkt mit Käufen beim US-Dollar, was dazu führte, dass die Euro/US-Dollar-Relation, die zuvor unmittelbar davor stand, das Jahreshoch 2017 (1,2092 US-Dollar) zu überwinden, nach unten drehte. Hintergrund ist die Erwartung, dass eine solche Maßnahme Chinas, zusammen mit Japan größter ausländischer Abnehmer von US-Bonds, zu zügig steigenden Renditen am US-Anleihemarkt führen müsste, was wiederum den US-Dollar stützen würde. Doch am Donnerstagmorgen hieß es aus China, hier habe man falsche Informationen, es sei mitnichten ein Stopp der Käufe geplant, man werde sich dabei wie bisher auch an den Marktgegebenheiten und dem eigenen Investitionsbedarf orientieren. Sofort fiel der US-Dollar zurück, die Relation Euro/US-Dollar stieg und erreichte im Tageshoch mit 1,2060 US-Dollar erneut die Zone, in der es um mehr geht als nur um ein kurzfristiges bullisches Signal. Der Wochenchart zeigt, welche Tragweite ein Anstieg über diese Marke haben würde:

Expertenmeinung: Der Kurs bewegt sich nicht nur am 2017er-Jahreshoch, sondern auch am oberen Ende einer langfristigen Widerstandszone, definiert durch die Jahrestiefs 2010 und 2012 bei 1,1876 und 1,2042 US-Dollar. Darüber wären keine vergleichbar markanten Widerstandsmarken bis hinauf zum aus dem Jahr 2011 stammenden Abwärtstrend bei 1,2840 US-Dollar im Weg. Und da es auch bislang gelungen ist, den Euro zum US-Dollar trotz der in den USA steigenden, in der Eurozone aber weiter auf Rekordtief liegenden Leitzinsen höher zu tragen, dürften die Trader kaum Hemmungen haben, einen solchen Anstieg über das letzte Hoch von 1,2092 US-Dollar zum Anlass zu nehmen, weiter stur auf der Long-Seite zu agieren, zumal man weiß: Dass der US-Dollar trotz steigender US-Zinsen sukzessive fällt, liegt auch daran, dass sich die Dollar-Bären bzw- Euro-Bullen dem Wohlwollen der US-Regierung sicher sein können. Denn auch, wenn man das offiziell nie kommuniziert, ist dort ein schwacher US-Dollar willkommen, weil er den US-Unternehmen einen großen Vorteil beim Export verschafft. Schlusskurse über 1,2092 US-Dollar wären daher durchaus eine Basis, um eine Aufstockung bestehender Euro/US-Dollar-Long-Trades zu erwägen.

EUR.USD_2018_01_12

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