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Dow Jones: Hier schwitzen vor allem die Bullen

Sieht man sich den Chart des US-Index-Flaggschiffs Dow Jones nur auf Tagesbasis an, könnte man denken, das Lager der Bullen hätte gerade eine wunderbare, unbeschwerte Zeit. Einfach die Füße hochlegen, dem Index bei seinem Nonstop-Anstieg zusehen und ab und an selbst wieder ein wenig zugreifen, wenn die eine oder andere Aktie ein halbes Prozent nachgibt und damit, wenn man manchen Kommentatoren glauben möchte, umgehend zum Schnäppchen wird. Aber das Gegenteil ist der Fall, wenn man verfolgt, wie sich das Kursgeschehen intraday, auf der ganz kurzfristigen Ebene darstellt. Dann nämlich erkennt man schnell: Die Bullen fürchten selbst den kleinsten Rücksetzer wie der Teufel das Weihwasser, denn ihnen ist eines völlig klar: Wer Gewinne mitnehmen oder gar Short gehen will, stellt sich nicht gegen diesen in voller Fahrt dahinrasenden Güterzug. Man würde überrollt, verliert Geld und bewegt gar nichts. Das sieht aber ganz anders aus, wenn dieser Güterzug an Fahrt verliert. Denn dann würden die Gewinne mitgenommen, weil die meisten Akteure vermuten, jetzt ein ideales Ausstiegsniveau erreicht zu haben. Und das würde eine Korrektur auslösen, die auf diesem Rekordniveau sehr schnell aus dem Ruder laufen kann.

Expertenmeinung: Denn diese in ihrer Intensität für den Dow Jones völlig untypische Hausse basiert ja bislang nur auf der Unterstellung, dass die Gewinne durch die neuen Steuergesetze weit stärker steigen werden als gedacht. Dabei waren die im Dezember beschlossenen Eckdaten seit April in dieser Form bekannt. Und wer in diesem euphorischen Umfeld noch nüchtern nachdenken kann, stellt die Frage: Wieso blieb die Reaktion in dem Moment, als in der Woche vor Weihnachten klar war, dass das Steuergesetz beschlossen ist und wie es genau aussieht, zwei Wochen lang alles ruhig, während die Kurse ab dem ersten Handelstag 2018 nahezu explodierten – unter den präzise gleichen Rahmenbedingungen wie vor Silvester? Gerade die erfahrenen Fondsmanager wissen, dass sie es hier mit einer Blase zu tun haben, die in dem Moment platzt, in dem z.B. ein nennenswerter Intraday-Turnaround, der schon durch leichte Gewinnmitnahmen entstehen kann, dazu führt, dass diejenigen, die jetzt noch von der ewigen Hause träumen, auf einmal erwägen, ihre Buchgewinne zu echten Gewinnen zu machen, bevor sie dahin sind,. Also wird jede Schwäche umgehend aufgekauft und versucht, die Schwungkraft der Rallye zu erhalten. Da niemand absehen kann, wie lange das gut geht und man deshalb umso nervöser wird, wäre es zu empfehlen, aggressive, kurzfristig orientierte Long-Trades eng abzusichern. Der Bruch des kurzfristigen, immens steilen November-Aufwärtstrendkanals wäre eine Indikation dafür, dass jetzt eine Korrektur beginnen könnte. Wobei es besser wäre, einen gewissen Sicherheitsabstand zu wählen, was hieße, die moderat tiefer, aber parallel zum Trendkanal verlaufende 20-Tage-Linie, aktuell bei 24.920 Punkten, als Basis eines solchen Stoppkurses zu wählen, der sicherheitshalber als Stop Loss gestaltet werden sollte.

Chart vom 11.01.2018, Kurs 25.574,73 Punkte, Kürzel INDU

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