Börsenblick

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Covestro: Bald ganz ohne die „Mutter“

Anfänglich hatten die Verkäufe großer Pakete der Aktien des Spezialchemieunternehmens Covestro an Großinvestoren noch kräftige Kursabschläge zur Folge. Aber jetzt kann da nicht mehr allzu viel nachkommen: Am Donnerstag hat der Bayer-Konzern, der Covestro erst im Herbst 2015 an die Börse gebracht hatte (dieser Chart auf Wochenbasis bildet damit die gesamte Börsenhistorie der Aktie ab) noch einmal 10,4 Prozent von Covestro bei Großinvestoren untergebracht, wobei der Verkaufspreis mit 86,25 Euro zwar erneut einen Abschlag zum Schlusskurs des Mittwochs (88,46 Euro) darstellte, aber diesmal sah man das offenbar als gerechtfertigten „Mengenrabatt“ an. Zumal es damit jetzt bald vorüber ist: Bayer bleiben jetzt noch 14,2 Prozent am Unternehmen, die wohl im Frühjahr abgegeben werden. Die Aktie gab daraufhin am Donnerstag zunächst leicht nach, am Ende des Tages stand aber ein nahezu unveränderter Kurs, der mit 88,52 Euro weniger als ein Prozent unter dem am Mittwoch markierten Verlaufsrekord von 89,04 Euro lag. Es scheint, Covestro kommt ohne die „Mutter“ Bayer sehr gut zurecht. Aber ist der Weg nach oben denn wirklich so offen, wie es scheint?

Expertenmeinung: Dieser Chart auf Wochenbasis zeigt, dass Covestros Aufwärtstrend in den letzten Wochen zwar an Dynamik verloren hat, aber weiterhin völlig intakt ist. Die Frage ist aber, ob dieses schwindende Momentum in Kombination mit dem auf Wochenbasis schon seit November in überkauftem Terrain laufenden Stochastik-Oszillator nicht andeutet, dass das Risiko langsam größer ist als die Chance. Derzeit erwartet man für 2018 einen leichten Rückgang des Gewinns gegenüber 2017. Nur die Hälfte der die Aktie beobachtenden Analysten haben hier noch ein „Kaufen“-Rating und das durchschnittliche Kursziel ist mit 90 Euro quasi erreicht. Bei einem solchen Gesamtbild sollte man sich vor allem darauf konzentrieren, bestehende Long-Positionen sukzessive enger abzusichern, statt darüber nachzudenken, diese auszubauen. Derzeit würde sich dafür ein Stoppkurs um 84 Euro, knapp unterhalb der September-Aufwärtstrendlinie und den Zwischentiefs der letzten vier Wochen, anbieten. Denn sollte diese Trendlinie brechen, könnte sich Covestro schnell auf Höhe des Hochs vom April 2017 bei 76,46 Euro wiederfinden, d.h. dann hätten risikofreudige Trader hier bereits die potenzielle Basis für einen Short-Trade.

Chart vom 11.01.2018, Kurs 88,52 Euro, Kürzel 1COV

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