Börsenblick

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DAX: Vorsicht, „Trompeten-Formation“!

Gleich zu Beginn eines Börsenjahres völlig auf dem falschen Fuß erwischt zu werden, das ist für Fondsmanager ein GAU. Und es gilt, dergleichen sofort auszubügeln, denn wer schon direkt nach dem Start mit seiner Performance ins Hintertreffen gerät, hat es schwer, wieder zur Spitze aufzuschließen. Also kauften all diejenigen, die am Morgen des 2. Januar zunächst ausgestiegen waren, das abgegebene Material zurück und schlugen sich, nicht zuletzt mit Blick auf die vom Start weg wie entfesselt steigende Wall Street, auf die Gegenseite. Das führte zu einer beeindruckenden Rallye, die den DAX am vergangenen Freitag an und am Montag dann über das Zwischenhoch vom Dezember bei 12.339 Punkten führte – und damit über die scheinbar letzte charttechnische Hürde vor dem Verlaufsrekord, der Anfang November bei 13.525 Punkten erreicht wurde. Vom gestrigen Schlusskurs aus gerechnet fehlt bis dorthin nur gut ein Prozent. Kein Problem?

Expertenmeinung: Dass der DAX nach dem Fehlausbruch des 2. Januar kurzfristig bullisch ist, steht zwar außer Frage. Aber er muss trotz alledem nicht an bzw. über das bisherige Rekordhoch laufen. Denn es fällt auf, dass der deutsche Leitindex zwar den Anstieg über das Dezember-Hoch vollzogen hat, dann aber plötzlich jede Dynamik verlor, obgleich eine weiter steigende Wall Street und ein von seinen 2017er-Hochs nach unten abdrehender Euro/US-Dollar-Kurs eigentlich hätten Auftrieb verleihen müssen. Aber der DAX tritt seit Montagfrüh in einer engen Spanne auf der Stelle – und das unter durchaus hohen Umsätzen. Das ist keine Verschnaufpause, hier trifft solides Kaufvolumen nur auf ebenso großes Verkaufsvolumen. Aber warum sollte man nach dem Anstieg über die letzte Hürde vor dem greifbaren Allzeithoch verkaufen wollen? Zwei Gründe ließen sich finden. Zum einen dürfte die mittlerweile in Euphorie übergegangene Rallye der US-Börsen vielen, die sie von außen betrachten, Sorge bereiten. Denn wenn die US-Indizes kippen, würde der DAX erst einmal mit abrutschen. Zum anderen hat der DAX einen weiteren verbliebenen Widerstand unterhalb des Rekordhochs, der aber nicht jedem auffällt: Die obere Begrenzung eines nach rechts offenen Dreieckes, einer sogenannten „Trompete“. Genau dort stoppte die DAX-Rallye. Was angesichts der Grundaussage einer „Trompete“ verständlich ist: Steigende Volatilität lässt einen fulminanten Impuls erwarten, dessen Richtung aber gerade dann, wenn die Seiten der „Trompete“ wie in diesem Fall denselben Winkel aufweisen, offen ist. Was in der Tat zu Vorsicht mahnt, ein Stop Loss Long knapp unter der heute bei ca. 13.140 Punkten zu erwartenden 20-Tage-Linie wäre da durchaus angebracht.

Chart vom 09.01.2018, Kurs 13.385,59 Punkte, Kürzel DAX

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