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Boeing: Rechtzeitig die Party verlassen

Schon wieder ein neues Allzeithoch. Nachdem die Aktie des Flugzeugbauers Boeing seit Mitte Dezember unter der runden Marke von 300 US-Dollar festhing, sorgte deren Überwinden am vergangenen Freitag für einen immensen Aufwärtsschub, der sich am Dienstag kaum weniger dynamisch fortsetzte. Und die Nachricht, dass Boeing im Jahr 2017 mit 763 Maschinen einen neuen Auslieferungsrekord erzielt hat und dazu noch sagenhafte 912 Neuaufträge verbuchte, klingt, als wäre der Himmel das Limit für die Aktie. Aber gerade dann, wenn so viele Investoren davon ausgehen, dass es nur noch aufwärts gehen kann, dürfte die Stimmung einer solchen Party schwer zu überbieten sein. Und dann sollte man, sagt das Sprichwort, dezent zum Ausgang streben. Es ist zwar richtig, dass sich Boeing derzeit in einem perfekten Umfeld bewegt. Der schwache US-Dollar verschafft dem Unternehmen Vorteile gegenüber dem Hauptkonkurrenten Airbus. Und die derzeitige America First-Politik sowie die US-Steuerreform dürften Boeing erheblich in die Karten spielen. Zudem hoffen die Anleger auf deutlich steigende Dividenden und massive Aktienrückkäufe. All das stützt die Aktie. Aber:

Expertenmeinung: Hat es sie nicht schon im Vorfeld gestützt? All diese Faktoren sind seit der US-Präsidentschaftswahl vor 14 Monaten bekannt und ziehen die Aktie, die damals, am 8. November 2016, noch für 132 US-Dollar zu haben war. So gut die Rahmenbedingungen auch sein mögen, Boeing ist jetzt ungewöhnlich teuer bewertet. Hinzu kommen ein überkaufter RSI-Indikator und der Umstand, dass die Aktie mit der gestrigen Rallye an die obere Begrenzung des aus dem Mai 2017 stammenden Aufwärtstrendkanals gestoßen ist. All das ist noch kein Grund, um gegen eine noch laufende Hausse Short zu gehen. Aber es sind gute Argumente, um jetzt zügig Long-Positionen abzubauen, die Gewinne so zu sichern und verbleibende Long-Trades respektive Aktien eher eng abzusichern. Ein Stop Loss um 195 US-Dollar, knapp unter der die Aktie derzeit führenden 20-Tage-Linie für aggressive Trader; ein Stoppkurs um 280 US-Dollar (unter der Mai-Aufwärtstrendlinie) für weniger kurzfristige Trades, das wären „Fallschirme“, die anzulegen man sich derzeit unbedingt überlegen sollte.

Chart vom 09.01.2018, Kurs 318,43 US-Dollar, Kürzel BA

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