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BMW: Sprengen die Bullen den „Deckel“?

Lässt man das Jahr 2017 für die BMW-Aktie Revue passieren, kommt einem der Spruch „außer Spesen nichts gewesen“ in den Sinn. Auch in Bezug auf das vierte Quartal war wenig geboten: Bei 86 Euro gestartet, bei 88 Euro ins Jahresende gegangen – nicht gerade spannend. Das dürfte sich im neuen Jahr ändern, denn es ist höchst selten, dass konjunktursensible Aktien wie die des Automobilherstellers BMW zwei Jahre nacheinander keinen dynamischen Trend entwickeln. Die Frage ist nur: In welche Richtung zieht BMW davon? Derzeit sieht es aus, als würde der Kurs den „Deckel“, der sich durch die drei oberen Wendemarken des vergangenen Jahres bei 90,68, 91,50 und 92,00 Euro gebildet hat, wegsprengen und durchstarten. Dafür spricht, dass die Aktie am ersten Handelstag des Jahres anfänglich markante Abgaben hervorragend auffing. Es gelang, die Kreuzunterstützung aus der September-Aufwärtstrendlinie und der 200-Tage-Linie um 84,40 Euro sauber zu verteidigen und sogar die 20-Tage-Linie zu halten. Daraus zog man den Schwung, um dynamisch an den vorgenannten „Deckel“ zwischen 90,68 und 92,00 Euro heranzulaufen. Zugleich wurde dadurch das vorbestehende Kaufsignal im Trendfolgeindikator MACD bestätigt. Charttechnisch haben wir hier also eine starke Vorlage für einen Befreiungsschlag. Aber:

Expertenmeinung: Ob der wirklich gelingt, hängt davon ab, wie stark diese Widerstandszone seitens des bärischen Lagers verteidigt wird. Und die Gegenwehr könnte recht hartnäckig ausfallen, weil die Bären für sich reklamieren können, dass der fundamentale Unterbau für einen nachhaltigen Ausbruch in Richtung 100 Euro fehlt. Eigentlich müsste sich niemand wundern, würde BMW im Gegenteil abwärts tendieren. Denn das Plus der in 2017 verkauften Fahrzeuge wird gegenüber dem Vorjahr unter vier Prozent bleiben. Der gegenüber Anfang 2017 deutlich höhere Euro beeinträchtigt die Absatzperspektiven in wichtigen Wachstumsmärkten. Und der US-Markt bleibt problematisch, da ging der Absatz im Jahr 2017 sogar zurück. Hinzu kommt, dass BMW zwar mit einem höheren Gewinn durch die US-Steuerreform rechnet (in den USA steht ein großes BMW-Werk), diese kurz vor Weihnachten eingelaufene Nachricht die Aktie aber nicht in Schwung brachte, weil die meisten Anleger damit offenbar bereits im Vorfeld gerechnet hatten. Bullische Goldgräberstimmung dürfte da also eher nicht aufkommen. Daher: Wenn die Aktie diesen „Deckel“ mit Schlusskursen über 93 Euro signifikant zu sprengen vermochte, wäre das zwar eine Basis für eine Trading-Long-Position, größere und auf längere Zeit ausgelegte Positionen aufzubauen, erschiene da aber in diesem Umfeld riskant. Im Gegenzug wäre eine Trading-Chance auf der Short-Seite geboren, sobald die Aktie unter 83,50 Euro aus dem Handel ginge und damit die am ersten Handelstag des Jahres eindrucksvoll verteidigte Kreuzunterstützung doch noch brechen sollte.

Chart vom 08.01.2018, Kurs 89,67 Euro, Kürzel BMW

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