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ADVA Optical Networking: Spannend, aber hoch spekulativ

Der Sommer 2017 verlief für die Aktie des Telekommunikations-Infrastruktur-Spezialisten ADVA Optical Networking äußerst unerfreulich. Kassierte Prognosen, schwindende Auftragseingänge, Stellenabbau: Die Ergebnisse zum zweiten ebenso wie zum dritten Quartal waren fatal. Dass die Aktie daraufhin massiv einbrach, wunderte niemanden. Dass sie jetzt ein breit angelegtes Doppeltief vollendet hat und darüber hinaus auf mittelfristiger Ebene kurz davor steht, eine charttechnisch tadellose Aufwärtswende zu vollziehen, wundert hingegen viele. Denn bislang finden sich keine Nachrichten von Unternehmensseite, die indizieren würden, dass sich die schwache Gemengelage nennenswert aufgehellt hätte. Trotzdem notiert die Aktie weit über dem 2017er-Jahrestief von 4,22 Euro und hat nur noch die 200-Tage-Linie über sich, dann wäre die Wende in trockenen Tüchern. Was steckt dahinter?

Expertenmeinung: Zum einen ist es die Charttechnik. Denn aus dieser Warte heraus läuft die Wende fast lehrbuchgerecht ab, das zieht rein technisch orientierte Akteure natürlich auf die Long-Seite. ADVA Optical verließ zu Jahresbeginn eine konsolidierende Flaggenformation mit großem Schwung nach oben, überwand damit die Nackenlinie des bis dahin ja nur potenziellen Doppeltiefs, dazu die mittel- und langfristige Widerstandszone 6,75/7,00 Euro. Erst an der 200-Tage-Linie kam es gestern zu Abgaben. Zum anderen steckt eine Menge Spekulation dahinter. Der Hedgefonds Teleios Capital sammelt kräftig ADVA-Aktien ein, hatte Ende November 15 Prozent des Unternehmens gekauft. Davon abgesehen, dass diese Käufe die Aktie stützen, finden sich viele Trader, die davon ausgehen, dass Teleios Capital schon weiß, warum sie hier kaufen und auf den fahrenden Zug aufspringen. Zu unterstellen, dass das impliziert, dass ADVA bei den Ergebnissen des vierten Quartals, die am 21. Februar erwartet werden, positiv überraschen müsste, wäre indes gewagt, daher: Auch, wenn ADVA den Sprung über die aktuell bei 7,47 Euro verlaufende 200-Tage-Linie schaffen würde, wäre diese Aktie nur etwas für risikofreudige Trader. Was ebenso für die Short-Seite gälte, die dann interessant wird, wenn die Bullen an diesem wichtigen gleitenden Durchschnitt zurückgeworfen würden und mit Schlusskursen unter der 20-Tage-Linie (derzeit bei 6,16 Euro) ein erneutes Short-Signal generiert würde.

Chart vom 08.01.2018, Kurs 7,08 Euro, Kürzel ADV

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