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Infineon: Ein Blick hinter den Vorhang kann nicht schaden

Der Chart der Infineon-Aktie sieht herausragend aus. Bessere „Wurzeln“ kann ein neuer Aufwärtsimpuls doch gar nicht haben: Nach einer vierwöchigen Seitwärts-Konsolidierung testete die Aktie des Chipherstellers gleich am ersten Handelstag 2018 die mittelfristige, Ende August etablierte Aufwärtstrendlinie und verteidigte diese ebenso wie die 20-Tage-Linie tadellos. Der Mittwoch brachte den dynamischen Ausbruch aus der vorherigen Konsolidierungszone – und seither geht es sukzessive höher. Damit kommt das Jahreshoch 2017 bei 25,50 Euro, das zugleich der höchste Stand seit 15 Jahren war, wieder in Schlagdistanz und könnte womöglich überboten werden. Das hätte, wenn man sich ausschließlich am Chart orientiert, eine taugliche Aussicht auf Erfolg. Aber wie üblich kann es nicht schaden, wenn man darüber hinaus abwägt, welche Beweggründe hinter diesem Anstieg zum Start ins neue Jahr stehen – und wie tragfähig diese sein können.

Expertenmeinung: Eigentlich weiß man bis heute nicht so recht, warum die Halbleiteraktien weltweit Ende November aus heiterem Himmel so scharf korrigierten. Das impliziert: Die großen Adressen, die da verkauft hatten (und die Vehemenz der Korrektur sowie das Umsatzvolumen machten deutlich, dass es in der Tat keine Kleinanleger waren), könnten durchaus erneut aussteigen, wenn die alten Hochs wieder erreicht werden. Das ist indes nur eine Möglichkeit. Vorsichtiger sollte stimmen, dass es wirkt, als wäre diese Rallye aus einer Kombination aus Übernahmephantasie und Schadenfreude motiviert. Ersteres, weil der Infineon-CEO am Wochenende in einem Interview sagte, dass Infineon kein „primäres Übernahmeziel“ sei. Was aber den Schluss zuließe: Unmöglich wäre es keineswegs. Und das hieße: Übernahmeangebote auf klar höherem Kursniveau als jetzt. Reine Phantasie? Derzeit eben schon. Zweitens scheint es, als würde Infineon auch gekauft, weil Intel wegen der Sicherheitslücke in Intel-Chips unter Druck steht. Könnte Infineon profitieren, wenn einige Kunden Intel-Chips den Rücken kehren? Mehr als ein „vielleicht“ ließe sich da nicht konstatieren. Fazit: Infineon ist mit diesem Chartbild wieder klar bullisch, aber die dahinter stehenden Motive lassen erwarten, dass die Bäume hier eher nicht in den Himmel wachsen. Derzeit wäre das eher eine Trading-Long-Position mit begrenztem Kapitaleinsatz.

Chart vom 05.01.2018, Kurs 24,36 Euro, Kürzel IFX

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