Börsenblick

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S&P 500: „Schneller, höher, weiter“ oder „Sudden Death“?

Betrachtet man alleine den Schlusskurs, markierte der marktbreite US-Index S&P 500 am Donnerstag den dritten Schlussrekord am dritten Handelstag 2018. Dabei verließ er auch die obere Erweiterung des Ende August etablierten Aufwärtstrendkanals nach oben. Wir sehen hier also ein „Overshooting“, ein Überschießen, das den Index aus einem ohnehin dynamischen Aufwärtstrend in eine noch intensivere Dynamik überführt. Kann das gutgehen? Auf Dauer nicht, dazu sind die Rahmenbedingungen einfach zu kritisch. Denn ob es nun um das Verhalten der US-Regierung und vor allem des Präsidenten geht, um die Frage, ob und wie positiv sich die US-Steuerreform auswirken wird oder man einen Blick auf die extrem hohen Bewertungen der US-Aktien wirft, auf die geringe Marktbreite der Hausse oder die permanent steigenden Summen von auf Kredit gekauften Positionen: Man hat den Eindruck, als würden sich die Kurse auf einer Leiter nach oben bewegen, die keine Sprossen hat. Wenn es jetzt kippt, kippt es richtig, denn: Die zwei Aspekte, die die Aktien trotz all dieser kritischen Elemente immer höher treiben, sind wankelmütig: Eine fast euphorische Stimmung und das zum Jahresbeginn den Fonds neu zugeflossene Geld der Sparer. Beides sind vergängliche Antriebskräfte. Sollte man da nicht schon einmal spekulativ die Short-Seite besetzen?

Expertenmeinung: Sofern man nicht gezielt auf einen „Sudden Death“, also auf einen ansatzlosen Abriss der Kurse wettet oder aber sich als sehr erfahrener Trader absichtlich in eine solche Position hinein staffelt, lautet die Antwort: nein. Denn auch, wenn diese Aufwärtsbewegung jederzeit und abrupt enden kann, noch handelt es sich bildlich gesprochen um einen dahin rasenden Güterzug. Und sich dem entgegen zu stellen, geht meist schlecht aus. Gerade das wankelmütige Element der Euphorie ist für die Bären gefährlich. Denn ja, sie kann über Nacht einer Panik weichen, wenn es nur einen ausreichenden Auslöser dafür gibt. Aber bis dahin ist Euphorie zum einen ansteckend und zum anderen Basis dafür, Hemmungen fallen zu lassen und immer intensiver und risikoreicher Long zu gehen. Was heißt: Der S&P 500 könnte zwar jederzeit abdrehen, aber bis dahin kann sich dieser Anstieg sogar noch intensivieren. Daher sollte man grundsätzlich noch die Finger von der Short-Seite lassen, sich auf der anderen Seite aber so absichern, dass man gegen einen solchen „Sudden Death“ gewappnet wäre. Was hieße, sich mit einem Stop Loss zu rüsten, der umgehend greift, wenn neuralgische Punkte fallen und man dadurch sofort aus dem Markt heraus ist, wenn es mal wieder hieße „Unverhofft kommt oft“. Aktuell würde sich dafür ein Level um 2.670 Punkte anbieten, knapp unterhalb des Schlusskurses zum Jahresende 2017 und der aktuell bei 2.676 verlaufenden 20-Tage-Linie.

Chart vom 04.01.2018, Kurs 2.723,99 Punkte, Kürzel SPX

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