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IBM: Sehen wir hier gerade eine Einstiegschance?

Über lange Zeit hinweg kämpfte „Big Blue“ IBM mit sinkenden Umsätzen und enttäuschenden Gewinnen. Immer wieder griffen die Anleger zu, weil sie darauf setzten, dass diese mageren Jahre endlich vorbei seien. Immer wieder hatten sie auf Sand gebaut. Ist das jetzt anders? Man könnte es denken, wenn man sich nur das Chartbild ansieht, das zeigt, dass IBM auf dem Sprung ist, eine umfassende Bodenbildung durch den Sprung über eine wichtige Charthürde zu vollenden. Aber was steckt dahinter? Weniger, als einem lieb sein könnte, wenn man hier mehr im Auge hat als eine Trading-Position auf der Long-Seite. Denn auch im dritten Quartal 2017 waren Umsatz und Gewinn zum Vorjahresquartal gefallen. Der Grund, warum IBM nach diesen am 17. Oktober veröffentlichten Zahlen wie eine Rakete stieg, war wackelig: Die Rückgänge waren weniger deutlich ausgefallen als allgemein erwartet. Daraus schloss man, dass es ab jetzt wieder vorangehen werde. Doch dieser Sprung war zweifellos auch durch den Umstand intensiviert worden, dass ein Options-Abrechnungstermin unmittelbar bevorstand, denn bis Mitte November wurde dieser gesamte Kurssprung wieder komplett eliminiert. Aber dann …

Expertenmeinung: … begann die Aktie erneut, nur diesmal deutlich langsamer, zuzulegen. Immerhin hatte der Abverkauf des Kurssprungs vom Oktober den Vorteil, dass die da entstandene Kurslücke sauber geschlossen wurde. Dennoch, von Dynamik war diesmal nicht viel zu sehen – bis zum Mittwoch. Am Mittwoch und Donnerstag legte die Aktie auf einmal rasant zu und hat sich dadurch an das im Oktober entstandene Zwischenhoch bei 162,50 US-Dollar geschoben. Dessen Überwinden wäre rein charttechnisch betrachtet ein markant bullisches Signal, denn damit wäre diese monatelange Bodenbildung vollendet und der Weg zunächst bis 170 US-Dollar frei, wo dann auch die aus dem April stammende Abwärts-Kurslücke geschlossen wäre. Aber das Fundament einer solchen Wende wirkt dünn: RBC Capital hatte IBM am Mittwoch auf „Übergewichten“ hochgestuft und das Kursziel von 160 auf 180 US-Dollar angehoben. Aber ob das eine richtige Einschätzung ist, werden die Anleger erst am 18. Januar abschätzen können, wenn die Ergebnisse des vierten Quartals anstehen und der Beleg erbracht werden müsste, dass die Hoffnung auf die „Wende“ nicht, wieder einmal, verfrüht war. In diesem Licht wäre ein Schlusskurs über 162,50 US-Dollar nur ein „Trading-Kaufsignal“.

Chart vom 04.01.2018, Kurs 161,66 US-Dollar, Kürzel IBM

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