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Brent Crude Oil: Geht den Bullen jetzt der Gaul durch?

Die US-Lagerbestände für Rohöl fallen bereits seit April, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nahezu jede Woche. Aber jetzt sind sie seit sieben Wochen am Stück auf dem Rückzug und es scheint, als würden sie immer schneller fallen. Das gestern ausgewiesene, stattliche Minus von 7,4 Millionen Barrel (immer bezogen auf die vorangegangene Woche) ist Wasser auf die Mühlen der Bullen. Dies in Kombination mit der Erwartung weiterhin kräftigen Wachstums weltweit und der Fördermengenbegrenzung der OPEC treibt die Preise der einzelnen Rohöl-Sorten, hier im Chart Rohöl Brent, immer höher. Da bremst auch die zunehmende Ölförderung der USA nicht: Man unterstellt einfach, dass die sinkenden US-Lagerbestände belegen, dass dies das Angebot nicht nennenswert vergrößert. Doch müsste es jetzt nicht langsam genug sein mit dieser Rallye, die Brent Crude Oil von 43 US-Dollar pro Barrel Ende Juni in wenig mehr als einem halben Jahr auf 68 US-Dollar getrieben hat?

Expertenmeinung: Normalerweise wäre das zu erwarten. Immerhin hat die OPEC erreicht, was sie wollte, so dass man nicht einfach davon ausgehen kann, dass diese Begrenzung der Fördermenge noch einmal verlängert wird. Immerhin hätte man jetzt die Chance, mit einem Produktionsanstieg die guten Preise zu nutzen. Und hinzukommt, dass Brent Crude Oil jetzt charttechnische Widerstände erreicht hat. Die markante Wendemarke aus dem Jahr 2015 um 67,60 US-Dollar ist schon erreicht, darüber würde bei 71,40 US-Dollar die obere Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals warten. Aber man sollte die Rechnung nicht ohne die aggressiven Trader am Rohstoffmarkt machen. Es wäre nicht das erste Mal, dass man dort einen Trend ins Extreme treibt. Da muss man nur an die verrückte Öl-Hausse 2008 und deren nachfolgenden Zusammenbruch denken oder aber an die massive Baisse des zweiten Halbjahres 2015. Es ist nicht ausgeschlossen, dass den Bullen hier der Gaul durchgeht, dieser Aufwärtstrendkanal nach oben durchbrochen wird und Brent Crude Oil in Richtung der Jahreshochs 2015 bei knapp 86 US-Dollar davonzieht. Daher wäre es derzeit noch nicht zwingend, Gewinne auf der Long-Seite mitzunehmen. Nur eine konsequente Absicherung solcher Trades mit einem Stoppkurs knapp unter der aktuell bei 63,10 US-Dollar verlaufenden, aus dem Sommer stammenden Aufwärtstrendlinie wäre unbedingt angeraten, falls es diesmal nicht zu einem „Exzess“ nach oben kommt.

Chart vom 04.01.2018, Kurs 67,95 US-Dollar, Kürzel COIL

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