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Goldman Sachs: Wird die Steuerreform zum ernsten Problem?

Dieser Chart des Investmentbank-Riesen Goldman Sachs zeigt den übergeordneten Aufwärtstrend seit Donald Trumps Wahlsieg vor knapp 14 Monaten. Man sieht den immensen Anstieg, den die Aktie bis Ende 2016 erzielt hat. Und man sieht, dass es danach nur noch zäh voranging. Bis es Mitte Dezember gelang, das Anfang März 2017 markierte Rekordhoch bei 255 US-Dollar zu überwinden. Ein starkes Signal, doch weit kam die Aktie nicht. Derzeit sieht es sehr nach Toppbildung aus. Und zum letzten Handelstag des Jahres hatte die Goldman Sachs-Aktie Mühe, das alte Hoch und damit die Nackenlinie dieses potenziellen Topps zu halten. Es gelang nur knapp, die diese Linie verstärkende 20-Tage-Linie zu verteidigen. Und der Trendfolgeindikator MACD hat bereits auf Verkauf gedreht. Eine Meldung zum Jahresende war es, die die Marktteilnehmer nervös machte, denn sie las sich wie eine Hiobsbotschaft … wenn man nicht genau hinssah:

Expertenmeinung: Goldman Sachs teilte mit, dass das neue US-Steuergesetz dazu führen werde, dass sich der Gewinn im vierten Quartal um sagenhafte fünf Milliarden US-Dollar reduzieren wird. Das wirkt, als gehöre Goldman Sachs zu den großen Verlierern der neuen Steuergesetze. Aber sieht man genau hin, teilt das Geldhaus mit, dass rund zwei Drittel dieses Gewinnausfalls durch die „Repatriierungs-Steuer“ anfalle, die US-Unternehmen zu zahlen haben, wenn sie im Ausland gebunkerte Gewinne in die USA holen. Und das ist schon etwas ganz anderes. Da wird nur noch eine Einmal-Steuer von zehn Prozent fällig, während man zuvor den vollen, vor der Reform ja viel höheren Steuersatz von bis zu 35 Prozent hätte zahlen müssen. Zu diesem „Sonderangebot“ ist Goldman also bereit, seine Milliarden heimzuholen. Und läge es da nicht nahe, mit diesem Geld eigene Aktien zurückzukaufen und/oder die Dividende anzuheben? Möglich wäre es also durchaus, dass sich die Akteure zum Start ins neue Jahr besinnen und die Aktie sogar gezielt deswegen kaufen, so dass dem Papier die Vollendung dieses Topps erspart bliebe. Aber Vorsicht bleibt angebracht, denn der Januar kann größere Gewinnmitnahmen bringen, denen sich dann auch eine Goldman Sachs-Aktie nicht entziehen könnte. Short-Trades wären zwar, über gezielt kurzfristiges Trading hinaus, erst unter der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie und damit unter 227 US-Dollar chancenreich. Aber bestehende Long-Trades zur Sicherheit mit einem gezielt engen Stoppkurs zu versehen, sollte für den „Fall des Falles“ nicht schaden!

GS_2018_01_02

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