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Euro Stoxx 50: Werden hier jetzt Weichen gestellt?

Geht der europäische Leitindex Euro Stoxx 50 mit der Hypothek einer nach unten verlassenen Handelsspanne, einer gebrochenen mittelfristigen Aufwärtstrendlinie und auch noch unterhalb der 200-Tage-Linie ins neue Börsenjahr? Derzeit sieht es danach aus. Sollte das Lager der Bullen nicht heute im letzten Moment die Kurve kriegen, würde ein Schlusskurs unter dem November-Verlaufstief von 3.519 Punkten diese Steilvorlage für die Bären auslösen. Im Gegensatz zum DAX gelang es Mitte Dezember nicht einmal, diese Handelsspanne nach oben zu verlassen. Nur die Anfang November etablierte Abwärtstrendlinie wurde für einen Tag überwunden, was sich aber umgehend als Bullenfalle erwies. Dass der Trendfolge-Indikator MACD, unten im Chart eingeblendet, ein neues Verkaufssignal generiert hat, rundet das problematische Bild ab. Aber ob das tatsächlich bedeutet, dass der Start ins Jahr 2018 eine Bauchlandung wird, ist nicht so sicher, wie es scheint. Auch nicht, wenn der Index diese wenigen fehlenden Punkte bis zum Ausbruch aus der Handelsspanne nach unten am heutigen Freitag noch verlieren würde. Der Grund:

Expertenmeinung: Der derzeitige Druck basiert auf drei Aspekten. Zunächst war es der anziehende Euro zum US-Dollar, der auf das Gemüt drückte, weil eine Wiederaufnahme der Aufwärtsbewegung des Euro nicht spurlos an den Bilanzen der europäischen Exporteure vorübergehen würde. Nur kann man noch nicht unterstellen, dass der Euro wirklich deutlich weiter zulegen wird, siehe dazu auch unsere heutige Analyse zu Euro/US-Dollar. Darüber hinaus dürfte einiges an Druck durch Positionsbereinigungen großer Adressen zum heutigen Jahresultimo ausgelöst worden sein. Da die Chance einer Jahresendrallye nicht mehr besteht, verkauft man da eher einige Verlierer, um die nicht so massiv in den Portfolios zu haben. Aber diese Maßnahmen haben kommende Woche keine Bedeutung mehr. Und zuletzt dürften weiterhin Umschichtungen großer Adressen zu Gunsten der US-Indizes laufen. Aber das dürfte sich umgehend erledigen, sobald es an der Wall Street zu einer Korrektur käme, die relativ bald im neuen Jahr auftauchen kann. Ob ein bärisches Signal des Euro Stoxx 50 in Form von Schlusskursen klar unter 3.519 Punkten daher allzu nachhaltig sein wird, ist offen. Eine Trading-Position Short zu erwägen, wäre zwar machbar, aber man sollte hier mit eher kleinem Kapitaleinsatz und recht engen Stoppkursen planen.

Chart vom 28.12.2017, Kurs 3.524,31 Punkte, Kürzel ESTX50

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