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Ceconomy: Zu weit aus dem Fenster gelehnt?

Die in diesem Jahr vom Handelskonzern Metro abgespaltene Ceconomy, bestehend aus Media Markt und Saturn, hat vor Weihnachten mitgeteilt, ein Gewinnwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich anzustreben und will der Hauptversammlung für das endende Jahr 2017 eine Dividende von 26 Cent pro Aktie vorschlagen. Das Umsatzwachstum solle 2018, so Ceconomy, „leicht“ sein. Das ist erfreulich, aber andererseits keineswegs etwas, das die Anleger von den Stühlen reißen würde. Zunächst hielt sich der Jubel auch in Grenzen. Aber unmittelbar vor dem Jahresultimo zog Ceconomy gestern kräftig an und schloss auf einem mehrjährigen Hoch. Dass die Aktie mit 12,24 Euro relativ deutlich unter dem bei 12,57 Euro gelegenen Tageshoch schloss, deutet indes an, dass nicht alle Marktteilnehmer den Eindruck haben, dass dieser Ausbruch auf neue Hochs von Dauer sein wird. Zu Recht?

Expertenmeinung: Durchaus möglich. Immerhin ist diese Perspektive, die Ceconomy da ausgegeben hat, nichts, das überraschen könnte. Mit dem aktuellen Kurs hat sich die Aktie vom Mittel des Jahres, das um 10,60 Euro liegt, schon weit entfernt. Und das durchschnittliche Kursziel der Analysten, das momentan bei 11,80 Euro liegt, ist übertroffen. Da Ceconomy erst im Juli als eigenständige Aktie an die Börse kam, sind die Kurse der Zeit zuvor theoretische Kurse, die aus der alten Metro-Aktie errechnet wurden. Hier den Ausbruch über dem fast zwei Jahre währenden Aufwärtstrendkanal oder über das Hoch von Ende 2013 als Kaufsignal zu werten, wäre daher eine fragliche Vorgehensweise. Aber die Diskrepanz zwischen dem zuletzt rapide steigenden Kurs einerseits und den eher mäßigen Wachstumsperspektiven andererseits, die zudem von der leisesten Schwäche im Konsum torpediert werden könnten, mahnt zur Vorsicht. Wenn, sollte man die Aktie derzeit als reine Trading-Position angehen.

Chart vom 28.12.2017, Kurs 12,24 Euro, Kürzel CEC

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