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Tesla: Jetzt wird es ernst!

Nach außen hin wirkt es, als würde Tesla auf der Erfolgsspur schwimmen. Faszinierende Fahrzeuge, steigende Absatzzahlen, beeindruckende Projekte in der Pipeline. Aber in Wirklichkeit finden Teslas Wettrennen nicht auf der Straße statt, sondern in der Bilanz. Noch „verbrennt“ Tesla Geld, die Fahrzeuge kosten im Saldo in der Herstellung mehr als sie einbringen. Um die Gewinnschwelle zu erreichen, muss Tesla wachsen. Und man muss schnell wachsen, um die Kapitalgeber davon zu überzeugen, den Geldhahn geöffnet zu lassen. Da hilft es wenig, dass Tesla meldet, dass der für 2019 vorgesehene Elektro-Truck schon 125 Vorbestellungen zu verzeichnen habe. Das heißt nicht, dass er wirklich gebaut wird. Dazu müsste das aktuelle Model 3 starke Verkaufszahlen liefern und die Produktionskosten sinken. Für 2018 rechnen die Analysten noch nicht mit schwarzen Zahlen. Für 2019 sollten die aber besser in greifbare Nähe kommen, ansonsten würden diejenigen Experten Recht bekommen, die prophezeien, dass Tesla scheitern wird. Der Chart zeigt, dass dieses Lager der Skeptiker offenbar derzeit Zulauf bekommt: Für die Aktie wird es jetzt Ernst.

Expertenmeinung: Mitte des Monats sah es noch hervorragend für die Bullen aus. Tesla hatte eine aus dem März stammende Aufwärtstrendlinie verteidigt, konnte kurz darauf mit dem Sprung über 331 US-Dollar ein Doppeltief vollenden und sich zugleich wieder über die Nackenlinie der im Sommer vollendeten Schulter-Kopf-Schulter-Formation, die wiederum Teil eines größeren Doppeltopps war, hinaus retten. Das Eis schien gebrochen, der Weg nach oben frei. Aber kaum war der „dreifache Hexensabbat“, die Abrechnung von Futures und Optionen an der Terminbörse, am 15. Dezember absolviert, waren die Bullen schlagartig verschwunden. Seither fallen die Unterstützungen wie Dominosteine. Die vorgenannte Nackenlinie, die 20-Tage-Linie und die 200-Tage-Linie sind in den letzten Tagen bereits dem Abgabedruck zum Opfer gefallen. Und Gegenwehr ist bislang nicht in Sicht. Ein äußerst kritisches Signal. Denn eine derart auffällige Abstinenz der Käufer in einem Moment, in dem eigentlich die Zuversicht hätte zurückkehren müssen, vergällt potenziellen Käufern natürlich die Lust, sich gegen die schon wieder fallenden Kurse zu stemmen. Noch wären da mehrere Unterstützungen, bevor ein Schlusskurs unter 287 US-Dollar ein auch mittelfristiges Short-Signal mit erstem Ziel bei 240 US-Dollar generieren würde. Aber wenn die Bullen sich nicht umgehend wieder zeigen, kann das schnell gehen!

TSLA_2017_12_28

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