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Nasdaq 100: Nur ein Ausatmen … oder wird es diesmal mehr?

In dem Moment, als zu Beginn der vergangenen Woche endgültig klar war, dass die US-Steuerreform beide Kammern des US-Kongresses passiert hat und wie genau die konkreten Vorgaben für Bürger und Unternehmen aussehen werden, machte der Nasdaq 100-Index noch einmal einen vorerst letzten Satz nach oben. Am 18. Dezember wurde mit 6.524,31 Punkten ein erneuter Verlaufsrekord erzielt. Seither scheinen die Käufer von der Bildfläche verschwunden zu sein. Doch wie lange bleiben sie fort? So ganz ungefährlich ist diese Situation für das bullische Lager nicht. Denn noch bröckelt der Index nur sanft ab, verzeichnet geringe Abschläge, die noch keinen charttechnischen Flurschaden angerichtet haben. Aber sollten die Käufer nicht zeitnah wieder auf den Plan treten, würden mehr Marktteilnehmer ihre Gewinne mitnehmen, immerhin war das Börsenjahr 2017 auch an der Nasdaq ungewöhnlich stark, zumal: Kurzfristig fällt man hinsichtlich möglicher Argumente für weitere Käufe in ein kleines Loch. Bis zu den Quartalsergebnissen der großen, im Nasdaq 100 notierten Technologieunternehmen wird es noch etwa vier Wochen dauern. Und nach der Steuerreform steht laut Aussagen der US-Regierung erst einmal der nächste Anlauf an, die Gesundheitsreform durch den Kongress zu bringen, was für den Aktienmarkt weniger entscheidend ist. Was bedeutet:

Expertenmeinung: Die Bullen müssen zusehen, dass sie die aktuell näher kommenden, kurzfristig relevanten charttechnischen Unterstützungen verteidigen, um weiteren, umfassenderen Gewinnmitnahmen die Grundlage zu entziehen, denn die könnten sich dann nicht mehr so leicht auffangen lassen. Dass die Tage zwischen Weihnachten und Silvester grundsätzlich positiv verlaufen, ist durchaus nicht der Fall, in den letzten Jahren dominierten da sogar die Minuszeichen. Und der Januar ist nicht selten ein problematischer, abwärts gerichteter Monat. Nach einer solch langen Phase ohne eine größere Korrektur dürften da nicht wenige Trader bereits auf ihre Chance auf der Short-Seite lauern. Die sie dann wohl bekommen würden, wenn neben dem am Dienstag einigermaßen gehaltenen Zwischenhoch vom November bei 6.424 Punkten auch noch die bei 6.390 Punkten verlaufende 20-Tage-Linie und die bei 6.340 Zählern angekommene September-Aufwärtstrendlinie durchbrochen würden. Zwar würden sich den Bären dann bereits um 6.230, 6.140 und 6.000 Punkte weitere Auffanglinien in den Weg stellen. Aber wer risikofreudig und flexibel agiert, erwägt in einer solchen Konstellation ein „Pyramidisieren“, d.h. das Aufstocken zunächst kleiner Positionen nach jedem Bruch einer Unterstützung bei zeitgleichem Nachziehen des Stoppkurses der dadurch langsam anwachsenden Gesamtposition.

Chart vom 26.12.2017, Kurs 6.433,16 Punkte, Kürzel NDX

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