Börsenblick

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innogy: Kaufen, wenn die Kanonen donnern?

Man scheint der RWE-Tochter innogy diese Gewinnwarnung einfach nicht verzeihen zu können. Und der Aufruf der „Mutter“ RWE, hier ab sofort mehr Kostendisziplin zu wahren, der Rücktritt des innogy-Chefs Terium, vor allem aber die mit der Reduzierung der 2017er-Prognose einhergehende Aussage, dass für 2018 mit einem Gewinnrückgang gerechnet wird, all das lastet auf der Aktie. Denn jetzt ist die Verunsicherung groß: Wie groß wird dieser Gewinnrückgang im kommenden Jahr wohl ausfallen? Wird das eine Kleinigkeit? Oder geht es mit den Gewinnen etwa in zweistelliger Größenordnung abwärts? Man weiß es nicht, noch nicht. Und diese Warnung so knapp vor dem Jahresende, der Aufruf zur Kostendisziplin, all das hinterlässt den Eindruck, dass man bei innogy ein wenig leichtfertig agiert. Was in keiner Weise stimmen muss, aber jetzt müsste innogy erst einmal das Vertrauen der Investoren zurückerlangen. Doch heißt es nicht „kaufe, wenn die Kanonen donnern“? Könnte dieser Kurseinbruch nicht eine Chance sein, um die Aktie billig abzugreifen?

Expertenmeinung: Immerhin ist das bisherige Tief des erst im Oktober 2016 begonnenen Börsenlebens der Aktie, das im November 2016 bei 30,12 Euro markiert wurde, nicht mehr fern. Das könnte durchaus eine solide Unterstützung sein. Aber da wäre dennoch Vorsicht angezeigt. innogy ist, solange sich hier keine taugliche Bodenbildung etabliert, ein fallendes Messer mit scharfer Klinge. Was immer der Fall ist, wenn man die vorgenannte alte Regel umsetzen will, denn Kanonen können immer noch viel lauter donnern, als sie es bislang tun. Dass die Analysten sofort und radikal reagierten, viele ihre Kursziele deutlich senkten, obwohl völlig offen ist, ob die Gewinne wirklich erheblich unter Druck geraten werden, zeigt, wie radikal derzeit die Reaktionen ausfallen, wenn große Hoffnungen auf kleine Enttäuschungen treffen. Sollte innogy die Zwischentiefs vom Juli mit Schlusskursen über 34,50 Euro hinreichend glaubwürdig zurückerobern, wäre eine kurzfristige Bodenbildung abgeschlossen und der Versuch, mit engem Stop Loss den Einstieg zu wagen, erwägenswert. Unterhalb dieser Zone sollte man aber vorsichtig bleiben, denn sollte der Kurs das gestern bereits getestete Vorwochentief (31,55 Euro) durchbrechen, könnte sich die Aktie in der Tat schnell an, womöglich aber auch unter dem bisherigen Tief bei 30,12 Euro wiederfinden.

IGY_2017_12_22

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