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Lufthansa: Bitte anschnallen?

Wann setzt dieser Überflieger eigentlich auch mal zur Landung an? Seit Monaten scheint es, als würde die Lufthansa-Aktie die Erkenntnis, dass die Börse keine Einbahnstraße ist, widerlegen wollen. Zuletzt gelang es sogar, die 30 Euro-Marke kurzzeitig zu überbieten. Und die Performance der Aktie seit 30.12.2016 beträgt sagenhafte 141 Prozent. Dem steht momentan ein von den Analysten im Durchschnitt geschätzter Gewinnanstieg von 18 Prozent gegenüber. Wie rechtfertigen die Bullen diese Diskrepanz? Indem man unterstellt, dass die Zukäufe der letzten Monate die Basis dafür bieten, dass die Kranich-Airline Umsatz und Gewinn im kommenden Jahr noch deutlich weiter ausbauen wird. Doch ob es wirklich so kommt, ist die Frage. Sich zu vergrößern kostet Geld, das erst einmal wieder hereinkommen müsste. Und die Konjunktur muss weiterhin ideal verlaufen, um gute Ticketpreise verlangen und eine hohe Sitz- und Frachtauslastung sicherstellen zu können. Eine lineare Fortsetzung einer momentan perfekten Gemengelage bei konjunkturabhängigen Unternehmen wie der Deutschen Lufthansa einfach zu unterstellen, ist daher höchst gewagt. Interessant dabei:

Expertenmeinung: Das sehen durchaus auch einige Analysten so. Denn das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt um 29,50 Euro und wäre damit jetzt erreicht. Auch ist das Lager derer, die die Aktie momentan noch auf „Kaufen“ eingestuft haben, nur noch wenig größer als die Zahl derer, die das Papier auf dem aktuellen Niveau als Halteposition sehen. Kurzfristig könnten den Bullen aber zwei Dinge zu Hilfe kommen: der übermorgen anstehende große Abrechnungstermin für Futures und Optionen an der Terminbörse und das Window Dressing, sprich die Performance-Optimierung, der Fonds zum Jahresende. Denn beides stützt in der Regel stark gelaufene Aktien – und stärker als die Lufthansa lief in 2017 im DAX nichts und niemand. Bis zum Jahresende könnte dieser Steigflug also durchaus noch weitergehen, solange es nicht zu Störfeuer vom Gesamtmarkt kommt. Danach aber, zu Beginn des neuen Jahres, hieße es dann womöglich: „bitte anschnallen.“ Eine konsequente Absicherung von Long-Trades knapp unterhalb des doppelten Leitstrahls der Rallye in Form der 20-Tage-Linie (28,93 Euro) und der August-Aufwärtstrendlinie (28,15 Euro) wäre deshalb unbedingt ratsam.

Chart vom 12.12.2017, Kurs 29,60 Euro, Kürzel LHA

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