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Goldman Sachs: Eine „lahme Ente“ startet durch

Im ersten Moment erscheint es vollkommen abwegig, ausgerechnet die von der „Trump-Hausse“ so deutlich profitierende Aktie der Investment-Großbank Goldman Sachs als „lahme Ente“ zu bezeichnen. Aber wenn man ein wenig genauer hinsieht, erkennt man: Bezogen auf das jetzt zu Ende gehende Börsenjahr ist das tatsächlich so! Goldman hatte nämlich das Gros seines Plus gegenüber dem Tag der US-Präsidentschaftswahl am 8. November 2016 im November und Dezember letzten Jahres erzielt. Danach war Magerkost angesagt. Am Montagabend lag die 2017er Performance gegenüber dem Schlusskurs des 30.12.2016 (239,45 US-Dollar) gerade einmal bei 4,5 Prozent, während der Dow Jones über 23 Prozent Kursgewinn vorzuweisen hatte. Da galt es aufzuholen, sagte sich das bullische Lager. Einerseits wegen der Erwartung, dass mit der US-Steuerreform ein für Investmentbanken lukrativeres, leicht höheres Zinsniveau einhergehen werde und mit stärkerem Wachstum auch das Investmentgeschäft profitieren wird. Aber es gibt auch noch einen anderen Grund:

Expertenmeinung: „Lahme Enten“, Aktien, die spürbar schlechter gelaufen sind als der Index, in dem sie notiert sind, bleiben in der Regel liegen, werden sogar tendenziell verkauft, wenn es für die großen Fonds im Zuge des sogenannten Window Dressing darum geht, ihre Performance zu optimieren. Da gewichtet man gerne die Gewinner höher und verringert die Positionierung bei den schwachen Aktien. Und zu denen würde Goldman Sachs gehören, was fürchten ließ: Gegen Jahresende könnte der Kurs unter Druck geraten, zumal es jetzt für die Fonds nicht nur um einen Quartalsultimo, sondern um die Gesamtjahres-Performance ginge. Mit dem kräftigen Plus der Aktie am Dienstag, das mit drei Prozent fast die Hälfte der Pluspunkte des Dow Jones am gestrigen Tag stellte, wurden jetzt bullische Fakten geschaffen, die verhindern könnten, dass die Fonds Goldman Sachs Richtung Silvester tendenziell verkaufen. Denn dadurch gelang der Sprung über den am 1. März erzielten, bisherigen Verlaufsrekord, der Anfang Dezember zwar angegangen, nicht aber bezwungen wurde. Jetzt aber ist die Aktie deutlich durch diese bei 255,15 US-Dollar gelegene, letzte charttechnische Hürde hindurch. Die Chance auf Anschlusskäufe steht recht gut, aber dennoch wäre es auf diesem Niveau des US-Aktienmarkts immer angeraten, vor allem auf die Gewinnsicherung zu achten, weshalb man diese Gelegenheit nutzen könnte, den Stopp knapp unter das Vorwochen-Tief von 244,40 US-Dollar anzuheben.

Chart vom 12.12.2017, Kurs 257,68 US-Dollar, Kürzel GS

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