Börsenblick

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TecDAX: Die Bullen strampeln im Treibsand

Man kann nicht übersehen, dass das bullische Lager im TecDAX bemüht ist, den Index von kritischen charttechnischen Unterstützungen fernzuhalten. Aber man kann auch nicht übersehen, dass sie dazu allen Grund haben und es wirkt, als würden die Bullen gegen Treibsand ankämpfen. Am Dienstag ebenso wie am Mittwoch gelang es zwar, den Index deutlich von seinen Tagestiefs zu lösen, trotzdem rutscht er weiter ins Minus und damit langsam an die charttechnisch entscheidende Linie auf der kurzfristigen Ebene heran: an das Zwischentief von Mitte November bei 2.433 Punkten. Würde das unterboten, hätte der TecDAX ein Doppeltopp vollendet und damit eine Trendwende nach unten eingeläutet, die zwar in der Zone zwischen 2.265 bis 2.329 Punkten auf mehrere recht tragfähig wirkende Unterstützungen treffen würde, bevor es mit einem Bruch der bei 2.265 Punkten verlaufenden 200-Tage-Linie auch auf mittelfristiger Ebene zu einem bärischen Signal käme. Aber bis dorthin könnte der TecDAX dann schnell durchgereicht werden, denn die Bullen haben ein Problem:

Expertenmeinung: Die großen Zugpferde des Index in den ersten gut drei Vierteln des Jahres haben zuletzt alle deutlich an Boden verloren. Vor allem Evotec, Siltronic und Aixtron sehen derzeit nicht so aus, als würden sie kurzfristig wieder einen Anteil zu einem neuen Aufwärtsimpuls des Index beisteuern können.  Andere Aktien, die die Fahne der Vorreiter übernehmen sollten oder könnten, legen nicht so kräftig zu, wie das bei vorgenannten Titeln der Fall war, weil die meisten ohnehin schon sehr stark gelaufen waren. Und Quartalsbilanzen, die die Akteure motivieren könnten, wieder kräftig zuzugreifen, stehen vor Ende Januar nicht an. Damit kommt der TecDAX jetzt in eine Situation, in der sich die kurz-, womöglich aber auch die mittelfristige Tendenz dadurch entscheiden kann, ob mehr Anleger den Entschluss fassen, vor dem Jahresende noch ein paar Gewinne mitzunehmen. Das ist eine emotionale und subjektive Entscheidung und damit imstande, wie eine Lawine zu wirken: Würden jetzt weitere Abgaben auftauchen, würden diejenigen, die bislang unentschlossen sind, auch eher dazu tendieren, ihre Schäfchen ins Trockene zu holen, bevor der Gewinn womöglich noch weiter schmilzt. Ein Schlusskurs unter der Nackenlinie des Doppeltopps bei 2.433 Zählern kann da das entscheidende Signal sein und wäre damit für einen aggressiven Short-Trade durchaus interessant.

Chart vom 06.12.2017, Kurs 2.629,59 Punkte, Kürzel TDX

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