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MDAX: Nur noch zwei Prozent bis zur Schlüsselzone

Die Masse der Quartalsbilanzen der im MDAX gelisteten Unternehmen liegt auf dem Tisch. Und auch, wenn man realistisch betrachtet nicht allzu viel mehr hätte erwarten dürfen: Sehr viele Marktteilnehmer hatten sich offenbar trotzdem mehr erhofft. Zu sehr war man an weit übertroffene Prognosen und das Anheben von Jahreszielen gewöhnt. Jetzt taucht auf einmal der Gedanke auf, dass sich das Wachstum womöglich nicht nur verlangsamen, sondern sogar ein „Sockel“ erreicht sein könnte. Ob das tatsächlich der Fall sein wird, ist bis zur nächsten Saison der Quartalsbilanzen ab Ende Januar Spekulation. Aber mit fallenden Kursen kippt eben leicht auch die Stimmung, vor allem, wenn ein Index derart kräftig in kurzer Zeit zugelegt hat wie der MDAX und daher viele Akteure sehr aggressiv prozyklisch auf der Long-Seite agieren. Noch ist für die Bullen zwar aus charttechnischer Sicht nicht viel angebrannt. Aber das könnte sich schnell ändern, denn der Puffer bis zu einer immens wichtigen Unterstützungszone beträgt nur noch etwa zwei Prozent.

Expertenmeinung: Auffällig war, dass der MDAX seinen Sturmlauf auf immer neue Rekorde durch eine Art Käuferstreik und damit eher „leise“ beendete. Sie sehen, dass die Ende Oktober begonnene Rallye in drei Dojis überging, was andeutete, dass das vorherige Übergewicht der Käuferseite egalisiert wurde. Dabei erreichte der dritte Doji am vergangenen Dienstag mit 27.152 Punkten noch einen neuen Verlaufsrekord, trotzdem gelang es nicht, ein nennenswertes Plus ins Handelsende zu retten. Das schien auszureichen, um umfassendere Gewinnmitnahmen auszulösen, die den Index per Freitagabend auf die doppelte Unterstützung aus der August-Aufwärtstrendlinie und der 20-Tage-Linie drückte. Doch statt nach oben zu drehen, wie es in einem „gesunden“ bullischen Umfeld zu erwarten gewesen wäre, sackte der MDAX am Montag durch beide Linien hindurch und rutscht damit auf das markante Hoch vom Juni bei 25.765 Zählern zu. Würde diese Linie mit Schlusskursen unter 25.600 Punkten hinreichend deutlich unterboten, wäre der MDAX zurück in der alten, zwischen Mai und September das Geschehen beherrschenden Handelsspanne. Und ein Test dessen unterer Begrenzung bei 24.200 Punkten wäre dann keineswegs ein Szenario, das man als unwahrscheinlich deklarieren könnte.

Chart vom 13.11.2017, Kurs 26.281,96 Punkte, Kürzel MDAX

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