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Bitcoin Group Aktie: Wiederholt sich die “Dot.com-Blase”?

Eine Aktie, die sich vom Tageshoch zum Tagestief halbiert … die sich aber im Vorfeld binnen fünf Wochen verzehnfacht hat – wo gibt es denn so etwas? Bei der Aktie der deutschen Bitcoin Group. Das Unternehmen betreibt die deutsche Plattform, auf denen man die Cyberwährung Bitcoin handeln kann. Bitcoins sind für die meisten Anleger ein rotes Tuch. Eine Cyberwährung, die Sicherheit für das eigene Vermögen verspricht, obwohl es dort keine staatliche Regulierung gibt, dafür aber erratische Schwankungen. Nachdem der charismatische Vorstandschef des US-Investmenthauses J.P. Morgan Chase, Jamie Dimon, am Dienstagabend erklärte, dass diese Bitcoins in seinen Augen Irrsinn seien und er jeden in seinem Unternehmen feuern würde, der damit handelt, sackten die Bitcoins gestern senkrecht nach unten. Aber Schwankungen um zig Prozent binnen kurzer Zeit sind dort mittlerweile die Regel – was den Nimbus vermeintlicher Sicherheit und einer Alternative zu echten Währungen oder Gold natürlich aushöhlt. Und diese Aktie, diese Bitcoin Group?

Expertenmeinung: Die Aktie wurde erst vor knapp einem Jahr an die Börse gebracht und dümpelte die meiste Zeit kaum beachtet vor sich hin. Die Handelsspanne lag zwischen fünf und neun Euro, die Umsätze waren gering, zumal die Bitcoin Group in keinem relevanten deutschen Index gelistet ist. Aber Ende Juli änderte sich das plötzlich. Die Aktie brach über das im Januar markierte, bisherige Verlaufshoch von 9,10 Euro aus. Und stieg immer schneller. Am 5. September notierte die Aktie plötzlich bei 89,45 Euro. Doch diese Hausse, die sehr an die „Dot.com-Blase“ Anfang 2000 erinnerte, endete auch vergleichbar. Noch am selben Tag brach der Kurs ein und erreichte im Tagestief 41,80 Euro. Seither versucht man sich daran, den Kurs zu stabilisieren – aber ob das gelingt, ist zumindest fraglich. Interessant ist in diesem Chart, der kaum charttechnische Orientierungsmarken vorweisen kann, ein Punkt: Der Bereich um 30 Euro. Am Dienstag gelang es, den Kurs knapp darüber erst einmal abzufangen. Kein Wunder, dass das versucht wird, denn der Bruch dieser bei 30 Euro liegenden Kreuzunterstützung aus dem Zwischenhoch des 11.8. (29,86 Euro) und der kurzfristigen Aufwärtstrendlinie ist die einzige Chartmarke, die vor einem Abtauchen in die alten Kursregionen stehen würde. Sollte die Aktie diesen Bereich klar auf Schlusskursbasis unterschreiten, wäre das aus charttechnischer Sicht eine interessante Trading-Chance Short … aber bei einer Aktie wie dieser nur für erfahrene Trader mit starken Nerven!

ADE_2017_09_14

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