Options-Tradeidee: Aus dem Verhalten von Aktien statistische Vorteile sichern | Online Broker LYNX

In unserem Artikel Optionenstrategien für besondere Anlässe haben wir Ihnen die Prinzipien einer Trade-Analyse vorgestellt, um aus dem Kursverhalten von Aktien um bestimmte Ereignisse herum zu profitieren.

Die folgende Analyse zeigt Ihnen die aktuellsten Kandidaten und passende Tradeideen dazu.

Nach Anwendung der Kriterien unserer Analyse stechen aktuell folgende Basiswerte hervor:

 US TickerEreignisZeitfenster*Anzahl EreignisseTrefferquoteDurchschnittliche KursentwicklungBeste KursentwicklungSchlechteste KursentwicklungBeginn des ZeitfenstersEnde des ZeitfenstersDatum Ereignis
1EWZDividenden-ausschüttung2 Wochen danach1090%6.50%12.30%-0.50%16.12.201930.12.201916.12.2019
2CVSGDP Report2 Wochen danach1182%3.50%8.60%-3.40%20.12.201903.01.202020.12.2019
3CMGGDP Report2 Wochen danach1182%4.30%15.40%-4.50%20.12.201903.01.202020.12.2019
4SHOPGDP Report2 Wochen danach1182%6.10%16.40%-9.00%20.12.201903.01.202020.12.2019
5OSTKISM Manuf. Index2 Tage danach1283%3.90%16.40%-2.70%02.01.202006.01.202002.01.2020
6GDXJ1. Weihnachtstag2 Wochen danach1090%7.00%23.70%-5.50%24.12.201907.01.202025.12.2019
7AUYNeujahr2 Wochen davor1283%5.70%18.60%-0.20%17.12.201931.12.201901.01.2020
8GDXJNeujahr1 Tag danach10100%3.60%6.60%0.20%31.12.201902.01.202001.01.2020
9BHCNeujahr1 Woche danach1283%7.00%26.00%-4.30%31.12.201907.01.202001.01.2020
10XNeujahr1 Tag danach1283%3.40%8.60%-6.00%31.12.201902.01.202001.01.2020
11FSLRNeujahr2 Tage danach1283%4.10%14.40%-6.20%31.12.201903.01.202001.01.2020
* Zeitfenster vor dem Ereignis beinhalten die Änderung des Aktienkurses bis zum Handelstag vor dem Ereignis. Das Zeitfenster endet also mit dem Schlusskurs unmittelbar vor dem Tag des Ereignisses. Wenn das Ereignis zum Beispiel am Mittwoch, den 1. Januar stattfindet, (siehe Aktie Nr. 7 – AUY) gilt "2 Wochen davor" für Dienstag, den 17. Dezember, bis Dienstag, den 31. Dezember.

Zeitfenster nach dem Ereignis beginnen mit dem Schlusskurs am Ende des Tages des Ereignisses. Wenn das Ereignis beispielsweise am Donnerstag, den 2. Januar, stattfindet, gilt "2 Tage danach" für den Schlusskurs am Donnerstag, den 2. Januar, bis zum Schlusskurs am Montag, den 6. Januar. Ausnahme: Wenn das Ereignis ein Feiertag ist (die Börsen sind dann geschlossen), beginnt das Zeitfenster mit dem Schlusskurs des Tages vor dem Ereignis.

Die Trefferquote von mindestens 80% ist zwar hoch, bedeutet aber auch, dass es je nach Ereignis Zeitfenster gab, in denen die Aktien an Wert verloren. Die maximalen Verluste beliefen sich je nach Aktie zwischen -0,2% und -9%. Das heißt aber nicht, dass sie bei den nächsten Ereignissen nicht höher ausfallen könnten. Dies sollte auf jeden Fall im Hinterkopf behalten werden, wenn auf Basis dieser Analyse Trades eingegangen werden.

Betrachten wir die wichtigsten marktrelevanten Ereignisse, gibt es ein breites Spektrum an Aktien, die statistisch gesehen positive Kursverläufe um diese Ereignisse herum verzeichnen. Die letzte Sitzung der US-amerikanischen Notenbank fand am 11. Dezember 2019 statt. Es gibt aktuell keine Aktie, die gemäß unseren Kriterien einen eindeutigen positiven Verlauf nach dieser Sitzung verzeichnet.

Unter den anstehenden Dividendenausschüttungen setzt sich der ETF EWZ (iShares MSCI Brazil Capped ETF) ab. Dieser ETF spiegelt den brasilianischen Leitindex relativ gut wider. Bei den letzten 10 Dividendenausschüttungen entwickelte sich der ETF in den 2 Wochen danach 9-mal positiv, mit einer durchschnittlichen Rendite von +6,50%. Dieser ETF ist in Deutschland nicht direkt handelbar. Ein Handel des EWZ ist nur über Optionen möglich.

Genauso ist es mit dem GDXJ. Der GDXJ bildet die Wertentwicklung von Aktien globaler Gold- und Silberminenunternehmen ab. Er konzentriert sich dabei auf sogenannte Small Caps (kleine und mittelgroße Unternehmen). Der ETF selbst lässt sich direkt nicht kaufen. Mit Optionen ist ein Handel allerdings möglich.

Diesen Basiswert nehmen wir jetzt genauer unter die Lupe, da er 2-mal in der Liste auftaucht. Sowohl in Bezug auf den 1. Weihnachtstag als auch in Bezug auf Neujahr weist er eine sehr positive Entwicklung auf (Zeilen 6 und 8 in der oberen Tabelle). Wir betrachten das Zeitfenster 2 Wochen nach dem 1. Weihnachtstag (Zeile 6), da es auch das kleinere Zeitfenster um das Neujahr herum umfasst (Zeile 8).

In den letzten 10 Jahren konnte der GDXJ in 9 Jahren eine positive Wertentwicklung aufweisen, wenn der ETF zum Schlusskurs am 24. Dezember gekauft und 2 Wochen später, am 7. Januar, wieder verkauft wurde. Die durchschnittliche Wertentwicklung betrug +7%, im besten Jahr +23,70% und im schlechtesten Jahr -5,5%.

Mit einem Bull Call Spread die mögliche Rendite vervielfachen

Als erste mögliche Strategie betrachten wir einen Bull Call Spread.

Znächst brauchen wir einen Zieltermin für die Laufzeit der Optionen. Der 10. Januar 2020 deckt das gewünschte Zeitfenster ab und ist entsprechend ein mögliches Verfallsdatum für unseren Ansatz. Laut Tradeidee sollte aber die Position am 7. Januar 2020 gegen Börsenschluss glattgestellt werden. Die Optionen werden also nicht bis zum Verfall gehalten.

Wir wissen heute noch nicht, zu welchem Kurs der GDXJ am 24. Dezember 2019 schließen wird. Wir können also nur eine Annahme treffen. Wenn der GDXJ beispielsweise bei 39,50$ notiert, könnten wir einen Bull Call Spread in Betracht ziehen, der diesen Kurs „umklammert“. Der Basispreis des verkauften Calls könnte entsprechend 1$ über dem Kurs gewählt werden und der Basispreis des gekauften Calls wird 1$ darunter gewählt.

Am 24. Dezember 2019 würde also bei einem GDXJ Kurs bei 39,50$ ein Bull Call Spread mit Basispreisen 38,50$ und 40,50$ eröffnet werden. Der Call mit Basispreis 38,50$ wird gekauft und der Call mit Basispreis 40,50$ wird verkauft. Sollte der GDXJ bei 41$ notieren, würden wir einen Bull Call Spread mit Basispreisen 40$ und 42$ in Betracht ziehen, usw.

Solch ein Bull Call Spread als Optionen-Kombination würde schätzungsweise 100$ kosten (Handel zu 1,00$ x 100 als Multiplikator). Dieser Preis hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem von der impliziten Volatilität des GDXJ am Tag der Eröffnung der Position. Der Bull Call Spread ist allerdings um ca. 40% billiger als der einzelne Call mit Basispreis 38,50$, denn der verkaufte Call mit Basispreis 40,50$ reduziert die Kosten des Trades. Die 100$ sind auch das maximale Verlust-Risiko für diesen beispielhaften Trade.

Der maximale Gewinn entspricht der Differenz zwischen den Basispreisen abzüglich des bezahlten Betrags für die Optionen-Kombination: (40,5$ – 38,50$) x 100 – 100$ = 100$. Dieser maximale Gewinn wird erzielt, wenn der GDXJ zum Verfallsdatum bei oder über 40,50$ notiert.

Für ca. 100$ Einsatz winken 100$ Gewinn. Die theoretische maximale Rendite des Bull Call Spreads liegt also bei 100%. Da die Position aber vor dem Verfall geschlossen werden soll, wird die tatsächliche Rendite jedoch auf jeden Fall kleiner ausfallen.

Aber bitte beachten Sie, dass dies nur eine Annahme ist. Sollte sich der GDXJ nicht wie prognostiziert entwickeln, droht auch jederzeit ein Verlust. Wie bereits angesprochen, können Sie den gesamten Betrag verlieren, den Sie für den Kauf der Kombination einsetzen.

Die Gewinnschwelle würde sich bei ca. 39,50$ befinden, also bei dem aktuellen Kurs. Notiert der GDXJ am Ende der Laufzeit darüber, liefert der Bull Call Spread einen Gewinn.

Vergleichen Sie diesen Bull Call Spread mit dem einfachen Call mit Basispreis 38,50$, der schätzungsweise 1,40$ kosten würde. Die Gewinnschwelle für diesen Call würde bei 39,90$ liegen. Auf diesen Kurs muss der GDXJ mindestens steigen, um die Kosten des Calls wettzumachen. Bei einem Kurs von 40,50$, dem anvisierten Kursziel, wäre der Call 2$ bzw. 200$ je Kontrakt wert. Der Gewinn würde sich auf 200$ – 140$ = 60$ belaufen, 40$ niedriger als mit dem Bull Call Spread, und dies bei einem höheren Verlust-Risiko.

Mit einem Bull Put Spread auf Sicherheit setzen und trotzdem profitieren

Als zweite mögliche Strategie betrachten wir einen Bull Put Spread.

Als Beispiel wird ein Bull Put Spread auf den GDXJ mit Basispreisen 36,50$ und 38,50$, mit einer Prämie von mindestens 60$ und einer Laufzeit bis zum 10. Januar 2020 in Betracht gezogen.

Wie bereits erwähnt, wir gehen an dieser Stelle davon aus, dass der GDXJ bei 39,50$ notiert. Für die Auswahl der Basispreise müsste der richtige Kurs am 24. Dezember 2019 berücksichtigt werden.

Die Kontraktgröße der GDXJ Optionen beträgt 100. Dies bedeutet, dass wir die Bull Put Spread Optionen-Kombination (Long Put und Short Put) zu mindestens 0,60$ handeln müssten, um die Prämie von 60$ zu vereinnahmen. Die Prämie selbst bietet eine jährliche Rendite von umgerechnet +43% (bezogen auf die Margin). Da die Glattstellung der Position vor dem Verfallsdatum stattfinden sollte, muss auch hier mit einem kleineren Ergebnis gerechnet werden.

Prinzip des Bull Put Spreads

Ein Bull Put Spread ist eine Alternative zum einfachen Short Put, in der das Verlust-Risiko und das eingesetzte Kapital klar begrenzt sind. Zusätzlich zum Verkauf einer Put Option mit Basispreis 38,50$ kaufen wir eine billigere Put Option mit Basispreis 36,50$, um unser Risiko zu begrenzen, wenn der GDXJ fällt. Aufgrund des Preisunterschieds zwischen den beiden Optionen erhalten wir bei der Eröffnung dieser Position immer eine Prämie (ein Credit). Die gekaufte Put Option schützt uns gegen höhere Verluste im Falle einer starken Abwärtsbewegung.

Der Plan geht auf, wenn der GDXJ während der Laufzeit über dem Basispreis (Strike) von 38,50$ bleibt, je höher desto besser. Bei einem aktuellen Aktienkurs von ca. 39,50$ verfügen wir über ein Sicherheitspolster von 2,5% bis zum Basispreis von 38,50$. Der GDXJ darf also bis zum Verfallsdatum um bis zu 2,5% fallen, ohne dass der maximale Gewinn (die Prämie) geschmälert wird. Nehmen wir an, der GDXJ würde um ca. 5,5% fallen, wie im schlechtesten Jahr. In diesem Fall würde der ETF von 39,50$ auf 37,33$ fallen. Der Verlust des Bull Put Spreads würde sich auf (38,50$- 37,33$) x 100 – 60$ = 57$ belaufen.

Fällt der GDXJ unter den Basispreis von 36,50$, entsteht der maximale Verlust der Margin: (38,50$ – 36,50$) x 100 – 60$ = 140$.

Die Rendite wird in Bezug auf diese Margin ermittelt: 60$ / 140$ = 43%.

Die Gewinnschwelle liegt bei (38,50$ – 0,60$) x 100 = 37,90$. Bleibt der GDXJ über diesem Kurs, ist zumindest ein Teilgewinn möglich.

Vorzeitige Gewinnmitnahmen sind jederzeit möglich. Dazu stellen wir einfach die ganze Optionen-Kombination glatt.

Wenn der GDXJ unter 38,50$ notiert, kann eine vorzeitige Ausübung der Put Option mit Basispreis 38,50$ erfolgen, so dass je gehandeltem Kontrakt 100 Stück GDXJ zu einem Kurs von 38,50$ in das Depot eingebucht werden. Die Ausübung der Option ist vor dem Verfallsdatum eher unwahrscheinlich, sie ist allerdings sicher, wenn der GDXJ am Ende der Laufzeit, am 10. Januar 2020, unter 38,50$ schließt. Solange der Long Put mit Basispreis 36,50$ gehalten wird, ist das Verlustrisiko der Position selbst bei einer Ausübung auf die Margin begrenzt. Da die Position vor dem Verfallsdatum der Optionen geschlossen werden soll, ist das Risiko einer Ausübung sehr gering.

Verlauf des GDXJ über 1 Jahr:

Options-Tradeidee: Aus dem Verhalten von Aktien statistische Vorteile sichern: Entwicklung GDXJ ETf Dezember 2018 bis Dezember 2019 | Online Broker LYNXAus dem historischen Verlauf des GDXJ um die kommenden Feiertage herum bieten sich also 2 mögliche Strategien an, die unterschiedliche Gewinn- und Verlust-Szenarien darstellen. Mit dem Bull Call Spread wird ein Anstieg der Aktie angepeilt, um eine sehr hohe Rendite mit begrenztem Risiko zu erzielen. Mit dem Bull Put Spread wird ein Sicherheitspolster eingebaut, um einen eventuellen Kursverlust abzufedern. Diese zusätzliche Sicherheit schmälert die maximale Rendite, die jedoch weiterhin hoch bleibt. Beide Strategien bergen das Risiko, den Verlust des kompletten Einsatzes zu erleiden und sollten dementsprechend nur als Handelsideen betrachtet werden.

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Eric Ludwig, Optionshändler | LYNX Börsenexperten
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