Während der Dow Jones auf ein neues Rekordhoch klettert, geht es mit den Techwerten steil bergab. Seit Mitte Februar hat der US-Technologie Index Nasdaq 100 in der Spitze über 12 Prozent verloren. Müssen sich Anleger jetzt Sorgen machen, oder ist der Kurseinbruch eine Kaufgelegenheit? Eine Antwort inkl. einer aussichtsreichen Trade-Idee erhalten Sie in dieser Nasdaq 100-Analyse.

Rückblick: Rallye nach Kursrutsch

Die Warnsignale in meiner letzten Nasdaq-Analyse haben den Kursrutsch schon angedeutet. Nach einer kurzen Erholung bis zum Vorwochen-Hoch bei 13.328 Punkten, ging es dann auch abwärts und das zügig.

Innerhalb von nur drei Handelstagen brachen die Kurse in der Spitze um fast 8,5 Prozent oder 1.121 Punkte ein. Das Wochentief wurde entsprechend bei 12.207 Punkten markiert (vgl. Chart unten).

Erst eine Konsolidierung bei den US-Anleiherenditen konnte die Talfahrt stoppen. In Kombination mit einem völlig überverkauften Markt folgte eine technische Gegenreaktion, die es in sich hat.

Im Verlauf dieser Handelswoche hat der Nasdaq immerhin gute sechs Prozent zulegen können.

Jetzt stellt sich die Frage: Folgen wie im Dow Jones neue Rekord-Hochs, oder geht es an der Nasdaq weiter runter?

Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, zoomen wir ein wenig heraus und schauen, wie sich der oben beschriebene Kursverlauf in das große fundamentale und technische Bild einfügt.

Überblick: Abwärtstrend bestätigt

Wenn Sie sich den Tageschart des Nasdaq 100 Index (Kürzel: NDX) oben genauer anschauen, dann sehen Sie…

Nach der Kursverdopplung von 6.800 Punkten auf 14.000 Punkten werden bei den Techwerten Gewinne mitgenommen. Die Folge: Es hat sich ein Abwärtstrend in Form von tieferen Hochs und tieferen Tiefs gebildet. Der Bruch der 50-Tage-Linie (blaue Linie im Chart oben) hatte den Trendwechsel bereits signalisiert und ein erstes Verkaufssignal geliefert.

Damit ist klar…

Der Trend hat gedreht. Die Bären haben Rückenwind. Die Kursverluste bei den Techwerten könnten sich, trotz der aktuellen Kurserholung, ausweiten. Aus Chance-Risiko Gesichtspunkten ist es deshalb sinnvoll Kursstärke zu verkaufen.

Jetzt stellt sich die Frage: Passt die technische Großwetterlage auch zu den fundamentalen Rahmenbedingungen?

Inflation zieht an

Aktuelle Daten zeigen es deutlich: Die Inflation zieht an. So stieg die jährliche Inflationsrate in den USA von 1,4 Prozent im Januar 2020 auf 1,7 Prozent im Februar 2021. Im Euro-Raum erhöhten sich die Verbraucherpreise im Februar um 0,9 Prozent. In Deutschland sogar um 1,6 Prozent.

Angeheizt durch die großzügigen Regierungsausgaben, wie dem 1,9 Billionen Dollar Konjunkturpaket von Joe Biden, wird ein weiterer Anstieg der Inflation befürchtet. Das könnte sich kurzfristig negativ auf die Aktienmärkte auswirken. Denn neben höheren Anleiherenditen, bergen die aktuellen Preissteigerungen auf den Rohstoffmärkten auch noch ein anderes Risiko: Durch die gestiegen Rohstoffpreise steigen auch die Erzeugerpreise. Können die gestiegenen Kosten nicht auf die Verbraucherpreise umgelegt werden, dann schmälert das die Gewinne der Unternehmen. Davon wäre die Börse gar nicht begeistert.

Renditeanstieg bei den Staatsanleihen macht Anleger nervös

Mit der anziehenden Inflation bzw. der steigenden Inflationserwartung, schießen auch die Renditen von Staatsanleihen in die Höhe. Der Grund: Die Konjunktur zieht an. Und das weltweit. Die jüngsten OECD-Zahlen gehen von einem weltweiten Wirtschaftswachstum 2021 von 5,6 Prozent aus. Hauptwachstumstreiber sind China mit erwarteten 12,6 Prozent gefolgt von den USA mit 7,8 Prozent Wirtschaftswachstum für das Jahr 2021.

Deswegen befürchten Anleger, dass die Fed früher als erwartet die Zinsen anheben könnte. Damit wäre die Ära des billigen Notenbankgeldes vorbei. Steigende Anleiherenditen sind Gift für Tech-Aktien, da die höheren Zinskosten an den Unternehmensgewinnen knabbern.

Wenn jetzt die Rendite für die 10-jährigen US-Staatsanleihen innerhalb vier Wochen von 1,00 Prozent auf derzeit 1,6 Prozent explodiert (vgl. Chart unten), dann macht das die Anleger von Tech-Aktien nervös.

Geldpolitik als Risikofaktor

Damit wird klar: Das Zünglein an der Waage ist die US-Notenbank (Fed). Sobald die Fed steigende Zinsen oder eine Reduzierung der Anleihenkäufe kommuniziert, dürfte das die Aktienmärkte empfindlich treffen. Trotz der Beruhigung von Powell im Rahmen der Anhörung im US-Kongress bleibt jedoch die Sorge bestehen, dass Powell irgendwann reagieren muss. Denn die Renditen steigen weiter dynamisch an. Und damit nimmt, zumindest kurzfristig, das Korrekturpotenzial an der Nasdaq weiter zu.

Jetzt stellt sich die Frage: Wo ist für risikobewusste Anleger ein gutes Einstiegsniveau mit einem attraktiven Chance-Risiko Verhältnis für einen Short-Trade?

Ausblick: Bullenfalle könnte Abwärtsbewegung einleiten

Abwärtstrend signalisiert weitere Kursverluste

Wenn wir im E-mini Nasdaq-100 Index Future weiter in das aktuelle Marktgeschehen hineinzoomen, dann sehen wir…

Der Kurs hat sich in dieser Handelswoche deutlich erholt. Konnte man letzte Woche den Terminkontrakt mit Laufzeit März 2021 noch bei 12.207 Punkten kaufen, muss man derzeit schon wieder 6,5 Prozent oder fast 800 Punkte mehr dafür bezahlen. Im Zuge dieser dynamischen Erholung hat sich ein untergeordneter Aufwärtstrend etabliert (vgl. Chart unten). Dieser signalisiert zwar kurzfristig weiter steigende Kurse, könnte aber schon bald auf massive Widerstände treffen. Denn…

Im Bereich von 13.300 Punkten könnten, wie auch schon letzte Woche, die Bären wieder zum Angriff blasen. Und selbst wenn dieser Widerstand kurzfristig gebrochen würde, wartet im Bereich von 13.550 Punkten schon die nächste große Hürde für die Bullen. Sollte dieser Widerstand nicht zügig nach oben durchbrochen werden, könnte das Kaufsignal, generiert durch den Bruch des letzten Verlaufshoch bei 13.300 Punkten, zur Bullenfalle werden. Die Folge wäre eine zügige Abwärtsbewegung in Richtung des übergeordneten Abwärtstrends.

Diese technischen Verkaufssignale sollten Sie auf dem Radar haben

Sollten im Nasdaq die Kurse erstmal noch weiter ansteigen, könnte der Preisbereich um 13.550 Punkte für Widerstand sorgen. Denn…

Erstens befindest sich im Bereich des letzten Verlaufshochs ein horizontaler Widerstand. Dieser könnte den Bullen zu schaffen machen und weitere Verkäufer anziehen, die ihre Gewinne aus der dynamischen Aufwärtsbewegung der letzten Tage mitnehmen wollen.

Zweitens verläuft bei 13.538 Punkten das 78,6er Fibonacci Retracement der letzten Abwärtsbewegung. Für viele technisch orientierte Anleger ist nach einer dynamischen Bewegung eine Korrektur auf das 78,6er Fibonacci-Level ein sehr interessantes Einstiegs-Niveau für die Spekulation auf eine weitere Bewegungswelle.

Sollte im Zuge eines Kursanstiegs in den nächsten Tagen der Kurs an diese Widerstandszone heranlaufen, könnte zudem ein harmonisches Kursmuster vervollständigt werden.

Einblick: Trade-Idee mit einem CRV von 1,99 für den Short-Einstieg in den E-mini Nasdaq-100 Index Future

Egal ob als Absicherung für ihr Aktiendepot aus Tech-Werten oder als Spekulation: Ein Harmonisches Preismuster könnte ihnen den perfekten Einstieg für einen Short-Trade im Nasdaq liefern. Damit könnten Sie von einer möglichen Abwärtsbewegung im E-mini Nasdaq-100 Index Future profitieren (vgl. Chart unten).

Als professioneller Trader lege ich mich täglich auf die Lauer. Ich warte geduldig, bis sich Trading-Chancen am Markt ergeben, die mir einen geprüften statistischen Vorteil liefern. Basierend auf über 1.000 Echtgeld-Trades weiß ich, dass ich mit den Harmonischen Preismustern über eine große Anzahl von Trades in ca. 56 Prozent der Fälle zu den Gewinnern gehöre. Gepaart mit einem Chance-Risiko-Verhältnis wie in diesem Fall von 1,99 zu 1, liefern diese Kennzahlen mir genau diesen handfesten statistischen Gewinnvorteil.

Sollten Sie sich für einen Short-Trade entscheiden, können Sie bei 13.538 Punkten einsteigen und sich mit einer Stopp-Loss Order bei 14.062 Punkten, also über dem bisherigen Rekordhoch absichern. Damit berücksichtigen wir auch die aktuelle Volatilität im Nasdaq-Future.

In dieser möglichen Umkehrzone haben wir einen statistischen Gewinnvorteil für eine Preisbewegung in Richtung eines möglichen Gewinnziels bei 12.493 Punkten.

Sobald nach einem möglichen Einstieg das Kurslevel von 13.030 Punkten erreicht wird, kann der Stopp-Loss der Position auf den Einstieg nachgezogen werden. Damit wird das Restrisiko auf null reduziert.

Fazit der Nasdaq-Analyse:

Die aktuelle Analyse des E-mini Nasdaq-100 Index Future zeigt: Eine mögliche Fortsetzung der aktuell laufenden Korrektur eröffnet eine attraktive Chance für einen Short-Trade. Ein möglicher Umkehrpunkt im Chart könnte im Bereich von 13.550 Punkten liegen.

Falls es im E-mini Nasdaq-100 Index Future zu einer Fortsetzung des Abwärtstrends kommt, könnten Sie als Leser dieser Analyse von der oben vorgestellten Trade-Idee profitieren. Geht diese auf, könnten Sie für jeden eingesetzten Euro 1,99 Euro zurückerhalten.

Doch bitte denken Sie immer daran, der Kursverlauf kann sich jederzeit auch anders entwickeln und zu Verlusten führen. Ein aktives Risiko- und Trademanagement sind daher ebenfalls sehr wichtig.

Risiken für die Trade-Idee: Die Renditen der US-Staatsanleihen gehen wieder zurück. Das Zinsanhebungsrisiko sinkt. Die Tech-Rallye würde damit höchstwahrscheinlich weiterlaufen und neue Hochs erreichen.

Am einfachsten und vor allem kostengünstigsten können Sie die vorgestellte-Trade-Idee mit Futures umsetzen. Je nach Kontogröße und Risikoeinstellung können Sie z.B. den E-mini Nasdaq-100 Index Future (Symbol: NQH1) oder den kleineren Micro E-mini Nasdaq-100 Future (Symbol: MNQH1) dafür einsetzen.

Eine ausführliche Erklärung finden Sie hier: Micro E-Mini-Futures über LYNX handeln.

Für kleinere Konten bringen Micro-Futures enorme Vorteile mit sich. Endlich können auch Privatanleger dieses Profi-Werkzeug nutzen und mit kleineren Beträgen Indizes zu fairen Preisen und Kursen handeln. Kein Marketmaker oder CFD-Broker mehr, der in volatilen Zeiten plötzlich den Spread erhöht, die Kursstellung aussetzt oder unfaire Preise stellt.

Es gibt schließlich gute Gründe, warum Profis nicht auf diese Instrumente zurückgreifen, sondern Futures nutzen.

Anleger die Indizes handeln oder kleinere Depots absichern möchten, sollten sich also unbedingt mit (Micro-) Futures beschäftigen.

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Andreas Fink, Futures-Händler | LYNX Börsenexperten
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