Der in diesem Beitrag näher vorgestellte ETF bietet Anlegern die Möglichkeit, direkt in die größten mexikanischen Large- und MidCap-Wertpapiere zu investieren und bildet aufgrund seiner Zusammensetzung etwa 85 Prozent des mexikanischen Aktienmarktes an.

Informationen zum Referenzindex – MSCI Mexico Total Return Index (USD)

Der Referenzindex MSCI Mexico Total Return Index (USD) misst die Performance mexikanischer Large- und MidCap-Aktien. Der aus 24 Einzeltiteln bestehende Aktienindex steht für und 85 Prozent des mexikanischen Aktienuniversums. Der Index ist ein streubesitzadjustierter und die Marktkapitalisierung gewichtender Index und wird in US-Dollar berechnet. Die Indexüberprüfung findet quartalsweise im Februar, Mai, August und November statt. Der Index wurde am 01. Januar 2001 veröffentlicht, hat eine Basis vom 31. Dezember 1987 und wies mit dem Stichtag des 30. September 2020 eine Gesamtmarktkapitalisierung von 104,160 Milliarden US-Dollar auf.

Zum Vergleich: Der deutsche Spitzenwert aus dem DAX, die SAP, kommt derzeit trotz des jüngsten Kurseinbruchs auf eine Marktkapitalisierung in Höhe von 128,5 Milliarden US-Dollar. Die durchschnittliche Rendite der 24 Indexbestandteile lag mit dem Stichtag des 30. September 2020 bei 4,03 Prozent. (Daten gemäß MSCI Factsheet vom 30. September 2020)

Xtrackers MSCI Mexico UCITS ETF 1C ETF im Detail

Der ETF kann über die Xetra in Euro erworben werden. Alternativ wäre ein Kauf via Borsa Italiana (Mailand) in Euro via LSE (London Stock Exchange) in britischen Pfund und US-Dollar oder via SIX Swiss Exchange in Schweizer Franken möglich. Die Handelswährung via Xetra ist der Euro, doch die Fondswährung ist der US-Dollar (USD).

Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,65 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist thesaurierend. Der ETF nutzt die vollständige physische Replikationsmethode und erwirbt die Wertpapiere demnach direkt. Der ETF wurde am 26. März 2010 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 02. November 2020 ein gesamtes Fondsvermögen in Höhe von 35,51 Mio. Euro.

Die wichtigsten Einzeltitel im ETF-Portfolio

Da der ETF die Wertpapiere direkt erwirbt, besteht zwischen den Positionen im ETF-Portfolio und den Positionen des Referenzindex keine sehr hohe Abweichung.

Die größten Positionen sind mit 19,16 Prozent America Movil, mit 11,85 Prozent Wal-Mart de Mexiko, mit 10,83 Prozent Grupo Financiero Banorte, mit 9,76 Prozent Fomento Economico Mexicano, mit 8,28 Prozent Grupo Mexico, mit 5,85 Prozent Cemex CPO, mit 2,97 Prozent Grupo Aeroportuario, mit 2,89 Prozent Grupo Bimbo, mit 2,85 Prozent Grupo Televisa und mit 2,25 Prozent Grupo Aeroportuario del Sureste.

Diese Top-10-Positionen bringen es auf eine Gewichtung von 76,69 Prozent. Dies ist bereits eine enorme Gewichtung und spricht nicht gerade für eine ausreichende Diversifikation. (Daten gemäß DWS Xtrackers vom 02. November 2020)

Sektoren- Währungs- und Länderallokation

Der wichtigste Sektor ist mit 35,32 Prozent der Bereich Konsumgüter. Auf den weiteren Plätzen folgen mit 24,08 Prozent Kommunikationsservices, mit 16,78 Prozent Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, mit 9,56 Prozent Industrieunternehmen, mit 2,39 Prozent Immobilien und mit 1,54 Prozent Versorger.

Das Wertpapierportfolio besteht zum Zeitpunkt dieser Analyse zu 100,00 Prozent aus mexikanischen Aktien. Aufgrund dieser Länderallokation mit einem Anteil von 100,00 Prozent Mexiko, hat der mexikanische Peso am Gesamtportfolio ein Gewicht von 100,00 Prozent, da mexikanische Aktien an der mexikanischen Börse Bolsa Mexican de Valores in Mexiko-Stadt in der Landeswährung, dem mexikanischen Peso gehandelt werden. (Daten gemäß DWS Xtrackers vom 30. September 2020)

Performance kurz-, mittel- und langfristig deutlich negativ

Seit Jahresanfang notiert der ETF mit dem Stichtag des 23. Oktober 2020 mit 20,44 Prozent im Minus. Im selben Zeitraum wies der Referenzindex ein Minus von -18,36 Prozent auf. In der langfristigen Betrachtung seit dem Auflagedatum des ETFs vom 26. März 2010 bis zum Stichtag des 22. Oktober 2020 ist für den Index ein Minus von -24,32 Prozent festzustellen, der ETF wies im Vergleichszeitraum ein Minus von -28,96 Prozent auf.

Die Performanceunterschiede sind auf die jährliche Gebühr von 0,65 Prozent zurückzuführen, kommen aber insbesondere auch durch Währungsschwankungen zustande. Die Fondswährung ist der US-Dollar und die Handelswährung im vorliegenden Fall der Euro. Letzterer wertete in den letzten Monaten gegenüber dem Greenback auf. (Performancedaten in Bezug auf den ETF und den Referenzindex gemäß DWS Xtrackers)

Expertenmeinung – Mexikos Erholungspotenzial in erster Linie von der US-Wirtschaft abhängig

Mexikos BIP kletterte im dritten Quartal 2020 auf Quartalssicht um 12,0 Prozent. Basierend auf den BIP-Daten des dritten Quartals sprachen die BBVA-Analysten in einem jüngsten Research Ende Oktober davon, dass Mexiko bereits wieder 90,9 Prozent des Wirtschaftsniveaus der Vor-Corona-Zeit erreicht habe. Mexikos Industriesektor steuerte mit einem Wachstum von 121,5 Prozent im dritten Quartal auf annualisierter Basis am meisten bei, der Dienstleistungssektor hinkt mit 39,1 Prozent Wachstum im direkten Vergleich dazu noch deutlich hinterher. Doch die nächsten Monate werden bei weitem zu keinem Selbstläufer, denn die Corona-Krise schlägt in den USA kräftig zu und auch in Mexiko bewegt man sich den Daten der Johns-Hopkins-Universität mit großen Schritten auf eine Million bestätigte Neuinfektionen zu (mit dem Stand des 03. November 2020 waren es 933.155 bestätigte Neuinfektionen und 92.100 Tote).

Mexikos volkswirtschaftliche Erfolge sind mit einer nachhaltigen Erholung in den USA stark verknüpft. Sollte es den USA nicht gelingen, die Pandemie im eigenen Land unter Kontrolle zu bekommen (vorerst erst einmal auch ohne Impfstoff), so würde dies für die US-Wirtschaft starke Probleme mit sich bringen. Dies hätte dann eine erhebliche negative Ausstrahlungskraft auf die mexikanische Volkswirtschaft. Warum das so ist, das erkennt man spätestens, wenn man sich die Handelsstrukturen Mexikos genauer betrachtet.

Der wichtigste Handelspartner Mexikos im Bereich der Exporte sind mit einem Anteil von 74 Prozent in 2019 die USA gefolgt von Kanada mit 6 Prozent und China mit 3 Prozent. Bei den Importen haben die USA einen Anteil von 50 Prozent, gefolgt von China mit 18 Prozent und Deutschland mit 4 Prozent. Der wichtigste Industriebereich ist die Automobilindustrie. Jeder namhafte Automobilhersteller lässt in Mexiko fertigen und sendet die Fahrzeuge auf Zügen verpackt in die USA. Auch wenn US-Präsident Trump gerade dies immens missfiel, so konnte auch seine neu ausgehandelte NAFTA-Nachfolgevereinbarung an diesem Trend nicht rütteln.

Mexikos Wirtschaft hängt somit deutlich am Tropf der US-Wirtschaft. Diese könnte aller Voraussicht im Jahr 2020 um etwa 4,5 Prozent nachgeben. Die Weltwirtschaft legt ja ohnehin einen Rückwärtsgang ein und könnte in 2020 um 2,9 Prozent schrumpfen. Die mexikanische Volkswirtschaft könnte in 2020 sogar um 10 bis 9,5 Prozent einbrechen, so die Konsensschätzungen einer Reihe von Institutionen und Investmentbanken. In 2021 wäre eine Erholung von bis zu 3,7 Prozent möglich, in 2022 ein Plus von 3,5 Prozent.

Mögliches Setup

Das Marktumfeld könnte in den nächsten Tagen durchaus volatil werden. Das hier vorgestellte Setup stellt lediglich eine Variante vor, wie und wann man den ETF kaufen könnte, nämlich indem man einen Kauf erst nach einer Konsolidierungsphase lanciert. Ein Kauf wäre bei 2,85 Euro möglich. Das Ziel wäre bei 3,35 Euro zu sehen. Die Position sollte zum Beispiel mit einem Stoploss abgesichert werden, der hier bei 2,65 Euro zu ziehen wäre. Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt bei diesem Setup bei 2.50.

Nähere Angaben zum Emittent DWS – Xtrackers

Die Marke Xtrackers ETC ist der DWS zuzuordnen. Die DWS ist einer der weltweit führenden Vermögensverwalter mit rund 745 Mrd. Euro (Stand: 30. Juni 2020) an verwaltetem Vermögen (41 Prozent davon entfällt auf Deutschland), im Bereich Retail-Asset-Management ist man die Nummer 1 in Deutschland, im Bereich des ETF- und ETC-Business die Nummer 2 in Europa und im Bereich Retail-Asset-Management die Nummer 5 in Europa. Die DWS Gruppe ist in 23 Ländern vertreten.

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Dirk Friczewsky, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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