Der präsentierte ETF ermöglicht es Anlegern in den Russell 2000 zu investieren, der einen enorm breit diversifizierten Investmentansatz bietet. Der zugrundeliegende Index enthält über 2.000 verschiedene Aktiengesellschaften mit geringer Marktkapitalisierung.

Referenzindex –Russell 2000 Total Return Index

Der dem ETF zugrundeliegende Referenzindex Russell 2000 Total Return Index (Bloomberg: RU20INTR/Reuters: .RUTTU) misst die Performance des Small-Cap-Segments des US-Aktienuniversums. Der Russell 2000 bezieht sich auf den Russell 3000, besteht aus den untersten ca. 2000 Aktien dieses Index und repräsentiert so etwa 10 Prozent der Gesamtmarktkapitalisierung des Russel 3000. Der Russell 2000 beinhaltete zum 30. April 2021 exakt 2047 verschiedene Wertpapiere.

Um eine Übergewichtung einzelner Titel zu vermeiden, wird der Index einmal jährlich auf seine Zusammensetzung hin überprüft und es werden gegebenenfalls Einzeltitel mit einem zu hohen Einzelgewicht aus dem Index entfernt. Mit dem Stichtag des 30. April 2021 wies der Russell 2000 eine durchschnittliche Dividendenrendite von 1,03 Prozent auf. Der Referenzindex wurde am 01. Januar 1984 erstmals publiziert und berechnet. (Daten gemäß FTSE Russell Index – Factsheet vom 30. April 2021)

Die Top Positionen des Referenzindex

Die größten Positionen sind Caesars Entertainment mit 0,64 Prozent, Penn National mit 0,45 Prozent, Darling Ingredients mit 0,43 Prozent, Gamestop mit 0,37 Prozent, Plug Power mit 0,36 Prozent, RH mit 0,35 Prozent, Builders First Source mit 0,35 Prozent, Deckers Outdoor mit 0,34 Prozent, Lithia Motors mit 0,34 Prozent und Cleveland Cliffs mit 0,33 Prozent.

Diese Top 10 Positionen haben eine Gewichtung von gerade einmal 3,96 Prozent. Demnach ist eine sehr hohe Diversifikation zu konstatieren. (Daten gemäß Invesco vom 17. Mai 2021)

Sektor, Währungs- und Länderallokation des Referenzindex

Der wichtigsten Sektoren im Referenzindex sind mit 17,8 Prozent Gesundheit, mit 16,5 Prozent Finanzen, mit 16,1 Prozent Industrie, mit 15,1 Prozent Basiskonsumgütern, mit 11,9 Prozent Informationstechnologie, mit 6,1 Prozent Immobilien, mit 5,1 Prozent Materialien, mit 3,4 Prozent Energie und mit 5,2 Prozent sonstige Sektoren. Insgesamt wirkt die Sektorenaufteilung recht ausgewogen.

Die Länderallokation weist den USA mit einem Anteil von 98,4 Prozent den ersten und dominierenden Platz zu. Dies verwundert bei einem US-Index auch nicht. Der restliche prozentuale Anteil entfällt unter anderem auf Bermuda, Puerto Rico, Kanada, Thailand, Israel und Irland.

In Bezug auf die Währungsallokation sind weitere Währungen außer dem US-Dollar hier zu vernachlässigen. (Daten gemäß Invesco mit dem Stand vom 17. Mai 2021)

Invesco Russell 2000 UCITS ETF im Detail

Der ETF (ISIN: IE00B60SX402 – WKN: A0RGCT) kann über die Börse London in der Handelswährung US-Dollar erworben werden, diese entspricht auch der Fondswährung. Aus diesem Grund addiert sich für Investoren aus dem Euroraum parallel zum allgemeinen Kursrisiko auch ein Währungsrisiko. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,45 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist thesaurierend.

Der ETF nutzt die indirekte, swap-basierte Replikationsmethode. Die Auflage der Anteilsklasse wurde am 31. März 2009 lanciert und hat mit dem Stichtag des 17. Mai 2021 ein verwaltetes Vermögen von 62,766 Millionen Euro, der Umbrella-Fund hat mit dem Stichtag des 17. Mai 2021 ein AUM in Höhe von 27,570 Milliarden US-Dollar.

Die wichtigsten Einzeltitel des ETFs

Der ETF nutzt eine swap-basierte, synthetische Replikationsmethode. Aus diesem Grund ist die Zusammensetzung des Portfolios des ETFs im Vergleich zu der des Referenzindex nahezu komplett unterschiedlich. Durch den swap-basierten Abbildungsansatz befinden sich im ETF-Portfolio mehrheitlich andere Wertpapiere – insgesamt sind es 235 Einzelpositionen.

Die größten Einzelpositionen sind mit 5,85 Prozent Facebook, mit 3,98 Prozent Brookdale Senior Living, mit 3,57 Prozent Viavi Solutions, mit 3,41 Prozent Alphabet C, mit 3,33 Prozent Amazon.com, mit 2,56 Prozent American International Group – AIG, mit 2,27 Prozent Microsoft, mit 2,05 Prozent DXP Enterprises, mit 2,03 Prozent Radian und mit 2,00 Prozent Consol Energy.

Die Gewichtung dieser Top10-Positionen liegt bei 31,05 Prozent.

Auch die Länder-, Währungs- und Sektorenallokation des ETF-Portfolios unterscheidet sich demnach ebenso von der des Referenzindex.

Aufgrund der swap-basierten Replikation hat der ETF mindestens einen Swap-Counterpart. Im hier vorliegenden Fall sind es sogar drei bekannte Gesellschaften, nämlich zu 47,13 Prozent Morgan Stanley, zu 28,02 Prozent Société Générale und zu 24,85 Prozent Goldman Sachs – quasi das Who-is-Who der Investmentbankenbranche. (Daten in Bezug auf den ETF und den Referenzindex stammen vom 17. Mai 2021 gemäß Invesco)

Referenzindex und ETF weisen nur geringe Performancedifferenz auf

Der ETF-Anbieter Invesco stellt die Performance auf der Website jeweils vom April zu April dar. Vom April 2020 bis April 2021 wies der Referenzindex ein Plus von 74,91 Prozent auf, der ETF ein Plus von 74,14 Prozent. Dieses hohe Plus ist natürlich auf die Erholung nach dem Corona-Crash zurückzuführen. Werfen wir daher einen Blick auf einen längeren Zeithorizont.

Auch in den Jahren zuvor liegen die Performancedifferenzen zwischen Index und ETF meist im Bereich von 0,44 bis 0,45 Prozent und wären demnach zu vernachlässigen. Via Facsheet wird noch ein weiterer Performancevergleich angeboten, der sich auf die Wertentwicklung vom 31. Dezember 2017 bis zum 31. Dezember 2020 bezieht. In diesem Zeitfenster konnte der Index um 34,00 Prozent und der ETF um 32,21 Prozent zulegen. Die Performancedifferenz bezogen auf diese drei Jahre wäre bereits ausreichend mit der jeweiligen jährlichen Gebühr zu erklären. (Performancedaten in Bezug auf den Referenzindex und den ETF gemäß Invesco-Website mit dem Stichtag des 17. Mai 2021 und Invesco-Factsheet vom 31. März 2021)

Expertenmeinung – Russell 2000 glänzt mit Outperformance

Betrachten wir uns einmal die nackten Zahlen der wichtigsten US-Indizes. Mit dem Stichtag des 17. Mai 2021 konnte der S&P 500 seit Jahresanfang um 10,84 Prozent zulegen, der Dow Jones kletterte im Vergleichszeitraum um 12,34 Prozent und der NASDAQ100 hinkt mit einem Plus von 3,92 Prozent etwas hinterher. Der Russel 2000 konnte seit Jahresanfang schon um 12,77 Prozent hinzugewinnen. Die Outperformance ist zwar nicht deutlich, doch sie ist zumindest darstellbar. Könnte sich dies fortsetzen?

In den letzten Quartalen zeigten die Small Caps ebenso eine hervorragende Wertentwicklung. Allein von Anfang Oktober 2020 bis Ende März 2021 konnte der Russell 2000 rund 61 Prozent an Wert gewinnen. Natürlich ist die Vergangenheit kein Ausweis für die Zukunft, doch im Vergleich zu den Größen aus dem Dow Jones, NASDAQ 100 und auch S&P 500 könnten die Small Caps als wendiger und zu einem erheblichen Anteil auch als anpassungsfähiger beschrieben werden.

Gerade in der aktuellen Marktphase könnten sie mitunter noch überzeugen, denn die durch die Corona-Krise ausgelöste, dramatische Rezession und die von der Politik und Fed als Antwort darauf gegebenen Stimuli und fiskalpolitischen Hilfen könnten auch gerade die Small Caps weiterhin anschieben helfen. Zusätzlich stehen weitere Stimuli, sowie ein gigantischer Infrastrukturpakt in den USA in den Startlöchern. Mit dem Ende der Corona-Rezession in den USA steht also die aktuelle Phase der Expansion möglicherweise erst noch in den Startlöchern.

Neben dem rein positiven Szenario, soll hier aber auch das eher neutralere bis leicht negativere Bild gezeichnet werden. Auf eine als mitunter gefährliche Annahme könnte man demnach auch einmal zu sprechen kommen oder vielmehr auf eine Situation mahnend hinweisen. Die Finanzwelt preist mittels der Aktienmärkte ja bekanntermaßen die Zukunft ein und man spricht oft davon, dass die Finanzmärkte der Realwirtschaft um etwas drei bis sechs Monate vorauseilen. Würde man nun die Theorie vertreten, dass diese Einpreisung der konjunkturellen Erholung in den USA nun bereits nahezu abgeschlossen ist, so würde die Realwirtschaft in den kommenden Monaten nur den durch die Finanzwelt vorgezeichneten Weg nachbilden. An der Börse könnte es demnach also auch schon gut und gerne zu ersten Korrekturbewegungen kommen.

Im Falle von Korrekturbewegungen würde sich im vorliegenden Fall lediglich die Strategie des Akkumulierens anbieten und eben nicht ein Einmalkauf eines ETFs. Man muss ehrlicherweise sagen, dass die Finanzmärkte allein in den letzten sechs Monaten so gut gelaufen sind, dass viele Investoren nahezu auf die nächsten Dips lauern, um sich in den Markt neu einzukaufen. Dieser Vorgehensweise wäre somit auch beim hier präsentierten ETF wohl eher der Vorzug zu geben.

Mögliches Setup

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Das vorliegende Setup soll eine Einzelpositionierung aufzeigen, jedoch wären im gegenwärtigen Börsenumfeld auch schrittweise Positionierungen eine Alternative (sogenanntes akkumulieren). Ein Kauf wäre zum Beispiel bei 105,00 US-Dollar zu lancieren. Das Kursziel könnte bei 120,00 US-Dollar liegen. Die Position könnte mit einem Stoploss bei 100,00 US-Dollar abgesichert werden. Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) liegt bei diesem Setup bei 3.00. (Das Setup soll rein indikativ sein)

Über den Emittenten des ETFs – Invesco: Die Invesco Ltd. mit Sitz in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia ist ein Finanzdienstleistungskonzern und Asset-Manager. Die Aktien des Unternehmens sind an der NYSE gelistet und Mitglied im S&P500. Invesco ist mit über 8.000 Beschäftigten in 25 Ländern vertreten, verwaltet mit dem Stand November 2020 über 1,294 Billionen US-Dollar an Anlagevermögen und hat Kunden in über 120 Ländern. Im Jahr 2006 erwarb Invesco den US-ETF-Anbieter Powershares und im Jahr 2010 das Privatkunden- und Vermögensverwaltungsgeschäft von Morgan Stanley. Invesco baute mit einer weiteren Übernahme von Source Mitte 2017 sein ETF-Geschäft nochmals aus. Ende September 2017 kaufte man zusätzlich das ETF-Geschäft von Guggenheim Investments. In Europa bietet Invesco derzeit rund 80 ETFs an.

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