Mit dem in diesem Beitrag präsentierten ETF haben Anleger die Möglichkeit, transparent und kostengünstig in ein Portfolio zu investieren, dass aus den 20 größten österreichischen börsennotierten Unternehmen besteht.

Informationen zum Referenzindex – ATX TR

Der Referenzindex ATX (Austrian Traded Index mit der ISIN: AT0000999982 bzw. WKN: 969191) ist der Leitindex der Wiener Börse und misst die Performance der 20 größten österreichischen börsennotierten Unternehmen. Er ist ein streubesitzadjustierter die Marktkapitalisierung gewichtender Preisindex mit einer Gewichtungsgrenze je Einzeltitel von 20,00 Prozent.

Der ATX bildet die Performance der österreichischen Blue Chips in Echtzeit ab und wird durch die Wiener Börse AG real-time von 09:00 bis 17:45 Uhr (MEZ) in Euro (EUR) berechnet und veröffentlicht. Er umfasst die liquidesten Aktiengesellschaften von Emittenten mit einem juristischen und operativen Sitz in Österreich. Es können aber auch Aktiengesellschaften aufgenommen werden, die nur den operativen Sitz in Österreich haben und an der Wiener Börse ihr Haupt-Listing haben.

Der Austrian Trade Index – ATX wurde am 02. Januar 1991 lanciert. Die Basis mit einem Startwert von 1.000,00 Punkten stammt ebenso vom 02. Januar 1991. Die Überprüfung des Index erfolgt vierteljährlich, die Zusammensetzung wird halbjährlich im März und September von einem Indexkomitee überprüft. Der ATX wird hier in Bezug auf den ETF als Referenzindex in der Variante des ATX TR (Total Return) verwendet. (Daten gemäß Wiener Börse und Factsheet der Wiener Börse vom 30. Dezember 2020)

Xtrackers ATX UCITS ETF im Detail

Der ETF kann über den Handelsplatz Xetra in Euro erworben werden. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,25 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist thesaurierend. Die Fonds- und Handelswährung ist der Euro. Der ETF nutzt die vollständige physische Replikationsmethode und erwirbt die Aktien demnach direkt. Der ETF wurde am 11. November 2011 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 11. Januar 2021 ein gesamtes Fondsvermögen in Höhe von 52,01 Mio. Euro.

Die wichtigsten Einzeltitel im ETF-Portfolio

Da der ETF die Wertpapiere direkt (vollständig physische Replikationsmethode) erwirbt, besteht zwischen den Positionen im ETF-Portfolio und denen des Referenzindex keine sehr hohe Abweichung.

Die größten Positionen sind mit 16,59 Prozent Erste Group Bank, mit 12,65 Prozent OMV, mit 10,85 Prozent Verbund, mit 8,10 Prozent Voestalpine, mit 6,81 Prozent Wienerberger, mit 6,10 Prozent Raiffeisen Bank International, mit 5,97 Prozent Andritz, mit 5,83 Prozent Bawag Group, mit 5,17 Prozent CA Immobilien Anlagen und mit 3,53 Prozent Mayr Melnhof Karton.

Diese Top-10 weisen bereits eine Gewichtung von 81,6 Prozent auf. Eine breite Diversifikation ist hier demnach nicht vorhanden. Zwar befinden sich noch weitere 13 Positionen im Fonds, doch die Top-10 bilden zumindest ein recht hohes Klumpenrisiko. (Daten gemäß DWS vom 11. Januar 2021)

Sektoren- Währungs- und Länderallokation – Finanzsektor übergewichtet

Das Fondsportfolio besteht zu 99,77 Prozent aus Aktien und 0,23 Prozent aus Cash-Positionen. Alle Positionen notieren zu 100 Prozent in Euro. In Bezug auf die Länderallokation liegt der Anteil von Österreich bei 100 Prozent. Dies überrascht bei einem Österreich-ETF auch nicht wirklich.

Die Sektoren sind mit 43,10 Prozent Finanzdienstleistungen, mit 22,18 Prozent Industrie, mit 12,04 Prozent Öl & Gas, mit 10,14 Prozent Grundstoffe, mit 9,54 Prozent Versorger, mit 2,33Prozent Telekommunikation und mit 0,69 Prozent Verbraucherservice. (Daten gemäß DWS vom 30. September 2020)

Performance allein schon in 2021 beachtlich

Seit Jahresanfang notierte der ETF mit dem Stichtag des 11. Januar 2021 bereits mit 5,37 Prozent im Plus – recht beachtlich in dieser kurzen Zeit. Mit dem Stichtag des 30. Dezember 2020 wies der ETF auf Jahressicht allerdings ein Minus von 11,84 Prozent auf, der Referenzindex kam im Vergleichszeitraum auf einen Abschlag von 12,10 Prozent.

Auf Fünfjahressicht legte der Index hingegen um 41,48 Prozent zu, während der ETF um 42,42 Prozent anzog. Der ETF erzielte gegenüber dem Index eine Outperformance. Dies ist deshalb der Fall, da beim ETF die Dividenden mit in die Berechnung eingeflossen sind. (Performancedaten in Bezug auf den ETF und den Referenzindex gemäß DWS vom 11. Januar 2020)

Expertenmeinung – Österreichs oberste Börsenliga noch weit weg von den alten Rekorden

Wer die Kurshistorie des ATX näher sichtet, der stellt schnell fest, dass Österreichs oberste Börsenliga noch weit von den alten Rekorden entfernt ist. Der ATX (Preisindex) notierte am 09. Juli 2007 mit 5.010,93 Punkten auf einem Allzeithoch, auf Schlusskursbasis lag der Rekord bei 4.981,87 Punkten.

Beim ATX TR (Total Return) lag das Rekordhoch im Juli 2007 bei 6.727,44 Punkten. Am 22. Januar 2018 gab es ein Hoch bei 6.663,20 Punkten und am 02. Januar 2020 ein Hoch bei 6.226,71 Punkten. Mit aktuell ca. 5825 Punkten steht bis dato folglich sowohl die Rückeroberung des 2020er-Hochs, als auch der weiteren Hochs noch aus.

Die Corona-Krise brachte auch den ATX TR ins Wanken. Dies kann ebenso am Kursverhalten des hier vorgestellten ETFs abgelesen werden, der in 2020 von einem Hoch am 17. Februar 2020 bei 53,67 EUR bis zum 18. März 2020 auf ein Verlaufstief von 27,09 EUR erheblich zurückfiel.

Auffällig ist vor allem, dass sich der Referenzindex ATX TR recht deckungsgleich mit den wichtigsten europäischen Aktienindizes, wie dem DAX Performance Index oder dem EuroStoxx50 aber auch mit den wichtigen US-Indizes, wie dem Dow Jones, NASDAQ100 und S&P500 entwickelt hat. Oft liegen die Hoch- und Tiefpunkte nur wenige Tage auseinander oder gar am gleichen Tag.

Im direkten Vergleich zu den hier angeführten Indizes gehört der ATX TR zu den Aktienindizes mit einer geringeren Liquidität und eher schon als winzigen Gesamtmarktkapitalisierung. Letztere liegt nämlich gerade einmal mit dem Stand des 12. Januar 2021 bei 47,149 Milliarden EUR. Das ATX-Indexschwergewicht Erste Group Bank kommt auf eine derzeitige Marktkapitalisierung von nur 11,37 Milliarden EUR. (zum Vergleich: die Marktkapitalisierung der Bayer AG liegt im vergleichszeitraum bei rund 50 Milliarden EUR).

Das Jahr 2020 war auch für Österreich mit hohen wirtschaftlichen Einbußen verbunden. Mit dem Stand vom 18.Dezmber 2020 sprach das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) von hohen Wertschöpfungseinbußen. Das BIP soll den Berechnungen zufolge um rund 7,3 Prozent gefallen sein (in der Oktober 2020-Prognose ging man noch von einem Minus von 6,8 Prozent aus).

Für das Jahr 2021 geht das WIFO von einem BIP-Wachstum in Höhe von 4,5 Prozent und für 2022 von einem Zuwachs von 3,5 Prozent aus. Gäbe es aber einen dritten Lockdown, so wäre nur ein Plus von 2,5 Prozent anzunehmen. Sollten jedoch in den kommenden Wochen tatsächlich (wie auch in Deutschland politisch bereits diskutiert) auch Schließungen von Betrieben aufgrund der hohen Neuinfektionsraten und auch aufgrund der britischen SARS-CoV2-Variante (Mutation) notwendig werden, so würde eine nachhaltige Erholung in 2021 wohl eher nicht mehr eintreten können.

Wie in vielen Ländern der Eurozone dürfte insbesondere die Verschuldung von Unternehmen und kleineren Betrieben ein Abwärtsrisiko für die österreichische Volkswirtschaft darstellen. Österreichs größte Bank oder vielmehr Bankengruppe Erste Group ging auf Basis eines Researchs (ebenso vom 18. Dezember 2020) für das Jahr 2020 von einem BIP-Minus von 7,2 Prozent und für 2021 von einem BIP-Wachstum von 3,5 Prozent aus.

Wie immer auch die Konjunkturentwicklungen in Österreich aufgrund der Corona-Krise in den nächsten Monaten und auch Jahren sein mögen, wer seinem ETF-Portfolio eine österreichische Komponente hinzufügen will, ist mit dem vorliegenden ETF gut aufgestellt.

Mögliches Setup

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Eine Neupositionierung wäre nach einer mehrtägigen bzw. gar mehrwöchigen Konsolidierung oder Korrektur zu lancieren. Es könnte ein Kauf bei 47,50 Euro geplant werden, der das Ziel bei 55,00 Euro hätte. Die Position sollte zum Beispiel mit einem Stoploss abgesichert werden, der hier bei 44,00 Euro zu ziehen wäre. Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt bei diesem Setup bei 3.00.

Nähere Angaben zum Emittent DWS – Xtrackers: Die Marke Xtrackers ETFs ist der DWS zuzuordnen. Die DWS ist einer der weltweit führenden Vermögensverwalter mit rund 745 Mrd. Euro (Stand: 30. Juni 2020) an verwaltetem Vermögen (41 Prozent davon entfällt auf Deutschland), im Bereich Retail-Asset-Management ist man die Nummer 1 in Deutschland, im Bereich des ETF- und ETC-Business mit aktuelle über 80 Milliarden Euro Anlagevermögen die Nummer 2 in Europa und im Bereich Retail-Asset-Management die Nummer 5 in Europa. Die DWS Gruppe ist in 23 Ländern vertreten. Anleger haben mit rund 170 ETFs und ETCs von Xtrackers einene einfachen Zugang zu Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten.

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